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Museum für Ostasiatische Kunst / Köln

 
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    Kontakt

    Museum für Ostasiatische Kunst
    Universitätsstr. 100
    50674 Köln

    Öffnungszeiten:
    Di. - So. 11-17 Uhr;
    Do. bis 20 Uhr


      http://www.museenkoeln.de/

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    Information/ Schwerpunkte


    Kunio Maekawa (1905-1986), nach dessen Plänen das 1977 fertiggestellte Museum für Ostasiatische Kunst Köln entstand, gehört zu den renommiertesten Architekten der klassischen Moderne in Japan. In den 1920er Jahren studierte und arbeitete er in Paris bei Le Corbusier, dessen Prinzipien und Ideale er teilte. Le Corbusiers oft poetisch formierten Überlegungen zur künstlerischen Kreativität und sein Architekturbegriff, in dem sich "modernste" Technik mit romantischem Künstlertum vereinen, faszinierte den jungen Maekawa.

    Die Entwürfe Maekawas nach der Rückkehr in seine Heimat sind geprägt von einer kubistischen Ästhetik reiner, stereometrischer Formen. Faschismus und Krieg verhinderten auch in Japan die Entfaltung progressiver Tendenzen im Sinne einer internationalen Moderne der Architektur, und so war es Maekawa erst nach Kriegsende möglich, seine Entwürfe zu verwirklichen. Dabei sah er vorrangig eine soziale Verpflichtung der Architektur, die in zahlreichen von ihm projektierten Wohnsiedlungen, kommunalen Einrichtungen wie Universitäten, Bibliotheken, Museen oder Veranstaltungs- und Verwaltungszentren ihren Ausdruck fand. Ein bedeutendes Architekturprojekt der japanischen Moderne ist der in Zusammenarbeit mit Le Corbusier entworfene Komplex der Tokyo Metropolitan Festival Hall und des Museums für Westliche Kunst in Tokyo aus den 1960er Jahren. In dieser Zeit wurde in Japan Kritik an der Entwicklung der urbanen Lebenswelt der Moderne laut, die auch die Architektur für die "Unwirtlichkeit der Städte" verantwortlich machte. Maekawa ergriff mit theoretischen Überlegungen und in der Praxis intensiv Partei für eine humanistische Zielsetzung der Architektur: Anstelle monumentaler Formen und der Verwendung von Sichtbeton als ästhetischem Prinzip baute er in kleineren, "menschlicheren" Formaten mit engem Bezug auf eine meist grüne Umgebung; die Außenflächen der Bauten sind durch keramische Fliesen verschalt. Damit nahm Maekawa traditionelle Elemente japanischer Ästhetik und Funktionalität in seine Architektur auf.

    Die Entwürfe für das Kölner Museum entstanden bereits in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre. Roger Goepper, von 1966 bis 1990 Direktor des Museums für Ostasiatische Kunst, war kurz nach seinem Amtsantritt mit Unterstützung des damaligen Kulturdezernenten Kurt Hackenberg für ein halbes Jahr nach Japan gereist, um bei der Planung mitzuwirken. Aus finanziellen Gründen konnte mit der Realisierung jedoch erst in den 1970er Jahren begonnen werden.

    Maekawa reizte die Aufgabe, das Museum in räumlicher und architektonischer Harmonie zum benachbarten Japanischen Kulturinstitut und den umgebenden Grünanlagen zu bauen. Dabei sollte auch die rechteckige Form des Aachener Weihers, eines künstlich angelegten Sees, aufgelöst und in die Planung des Museumskomplexes integriert werden.
    Die einzelnen Funktionsbereiche sind pavillonartig gegliedert und im Interesse einer gestalterischen Einbeziehung in den umgebenden Freiraum bewußt einfach und zurückhaltend. Zu diesem Entwurf locker gruppierter Pavillons bemerkte Maekawa, er sei von der Vorstellung der Verschmelzung der einzelnen Bauteile mit der Umgebung gleich einer "Verwurzelung" der Steine in einem japanischen Landschaftsgarten ausgegangen.

    Der Besucher betritt das Museum über eine Esplanade, die mit keramischen Bodenplatten ausgelegt ist. Sie stellt die Verbindung des Museums mit dem Japanischen Kulturinstitut her und bietet einen Zugang zum Aachener Weiher. Auch bei der Gestaltung des Innenbereichs spielt das Wasser eine wichtige Rolle. Betritt man die großzügige Eingangshalle, fällt der Blick sowohl auf den von dem japanischen Bildhauer und Gartenarchitekten Masayuki Nagare (geb. 1923) gestalteten Garten im Innenhof wie auch auf die großflächige Wasseranlage des Weihers. Der Erholungsbereich der umgebenden Parkanlagen wurde so optisch in das Museum miteinbezogen. Die Cafeteria mit einer Terrasse zum Weiher kann von den Museumsbesuchern genutzt werden.
    Ein enger Bezug von Innen und Außen wird auch in den Ausstellungsräumen hergestellt: Durch die bis zum Boden reichenden Außenfenster bieten sich dem Besucher wechselnde Ausblicke auf Bäume, Wasser, Schwäne und Enten.
    Die Zurückhaltung der äußeren Architektur findet ihre Entsprechung in der Innenausstattung, die eine auf das Kunstwerk ausgerichtete Konzentration ermöglicht und fördert. Neben den Ausstellungsräumen gibt es einen vom Foyer aus zugänglichen Vortragssaal. Im Verwaltungstrakt sind die Bibliothek, das Archiv, Seminarräume und Restaurierungswerkstätten sowie die Büros untergebracht.

    Bei dem von 1992 bis 1995 durchgeführten Um- und Ausbau des Museums für Ostasiatische Kunst Köln stand das Bemühen im Vordergrund, die von Kunio Maekawa gestaltete Architektur so weit wie möglich authentisch zu erhalten. Der Bau am Aachener Weiher ist die einzige Arbeit dieses bedeutenden Architekten der japanischen und internationalen Moderne in Europa. In ihrer geglückten, gleichwohl zurückhaltenden Harmonisierung japanischer und westlicher Elemente schafft Maekawas Gestaltung angemessenen Raum für die Aufgaben des Museums als einer Stätte lebendiger Begegnung und des Austausches von Ost und West.

    Baubeschreibung:

    Die 1995 durch den Umbau gewonnene Ausstellungsfläche schließt sich ebenerdig an das Museum an und bietet Ausblicke auf den japanischen Innengarten. Neue Depoträume wurden im Untergeschoß eingerichtet.
    Die Verwaltung bezog das ausgebaute 1. Obergeschoß und die Bibliothek das aufgestockte 2. Obergeschoß.
    Von dieser Aufstockung abgesehen blieb das Gebäude äußerlich unverändert.
    [Quelle: http://www.museenkoeln.de]

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