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"Echo of Reality"

Kodex Galerie / Bremen

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Ausstellung in Bremen : "Echo of Reality"



KünstlerIN:
Berend Bode

Zeitraum: 05.07.2016 bis 05.07.2017

In der Ausstellung Echo of Reality geht es dem Bremer Künstler Berend Bode ähnlich wie in seiner letzten Ausstellung "Human Being" um das Thema Menschlichkeit. Gezeigt werde neuste Arbeiten in der Galerie Kodex.
Einführung Martin Koroscha
Berend Bode wurde 1976 in Bremen geboren und hat von 1999 - 2004 an der Hochschule für Künste Bremen bei den Professoren David Bade, Karin Kneffel und Jürgen Waller studiert. In den letzten vier Jahren stellte er mehrfach international aus u.a. in New York, Rom, Bejing und Venedig. Er ist Preisträger der Bremer Landesbank und des Werner-Kühl-Preises. Das alles aber allein macht nicht den Menschen Berend Bode aus...Berend Bode nennt seine Ausstellung "human being", was übersetzt "Mensch" bedeutet. Ich benutze lieber den Begriff "Mensch-Sein", denn das verweist zugleich auf einen Hauptaspekt im Werk von Berend Bode, nämlich die "Zeit".Das Mensch-Sein spielt sich zwischen Geburt und Tod ab, zwischen Wachsein und Schlaf, zwischen Freude und Leid, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.Und darin gibt es die unterschiedlichsten Facetten...So wie auch der Künstler Behrend Bode uns mit seiner Malerei die unterschiedlichsten Seiten seiner Persönlichkeit zeigt.Berend Bode malt in Öl, großformatig und er malt figürlich. Manches in seinen Bildern erinnert an die Vertreter der sogenannten Leipziger Schule. Das ist nicht verwerflich, denn mit denen hat ja bekanntermaßen die Malerei, insbesondere die gegenständliche, figürliche eine Wiedergeburt erfahren. Und das Studium bei Karin Kneffel hat da sicherlich auch ihren Teil zu beigetragen, dass Bode sich dem figurativen verschrieben hat, auch wenn sein Werk nicht unbedingt mit hyperrealistischen Malweise Kneffels zusammengebracht werden kann.Bode ist, wie Neo Rauch oder Daniel Richter, ein Geschichtenerzähler und bedient sich dabei einer collagenhaften Malweise. Das illustrative wird hierbei durch die comic-ähnliche Bildsprache unterstrichen. Aber es finden sich auch Zitate von spätmittelalterlicher Malerei in seinem Werk. Zerfließende, auflösende Formen als Symbol der verrinnenden Zeit wiederum erinnern an den Surrealismus. Wenn Berend Bode seine Bilder mit einer Vielzahl von Zitaten der Kunstgeschichte anreichert, sich einer symbolischen Bildsprache bedient, dann sieht man hier den vomIntellekt geleiteten Maler, der hiermit sein Thema untermauern möchte.Auch das Bild der Einladungskarte "Sleepless" würde ich dieser Seite zuordnen. Auf dem ersten Blick gesehen, ist es ein rotes Bild. "Rot" ist die Farbe der Vitalität, der Warnung vor Gefahr, aber auch die der Aggression.Im Hintergrund stehen gesichtslose Menschen. Der Mensch erscheint hier nicht alsIndividuum sondern als eine gleichförmige Masse. Wir sehen eine graue Stadtszenerie. Bode benutzt gerne New York als Archetyp für das Stadtleben, in der man alle Facetten des Menschseins antreffen kann, Reiche, Arme, unterschiedliche Rassen etc.Im unteren Teil des Bildes stehen Menschen mit erkennbaren Gesichtern. Manche erscheinen wie Zombies, lebendige Tote oder im Grauen erstarrt, bei anderen wieder denkt man an eine Maskerade.Im Zentrum des Bildes sieht man eine nackte weibliche Gestalt liegend in derEmbryohaltung. Schläft sie und alles um sie herum ist nur ein Traum? Oder liegt sie in dieser Schutzhaltung, weil sie als Einzelwesen so angreifbar ist, was durch das Nacktsein unterstrichen wird? Vielleicht ruht sie aber auch in sich und befindet sich in einem Zustand von Urvertrauen und Ganzheit. Symbolisiert sie so vielleicht das Ideal des "heilen" Menschen. Bezieht sich das "Schlaflos" im Titel auf sie oder auf die ganze Szenerie? Es ist ein Bild, ganz in der surrealistischen Tradition und irgendwie musste ich bei seinem Anblick an das Gedicht von Rainer Maria Rilke denken:Menschen bei NachtDie Nächte sind nicht für die Menge gemacht. Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht, und du sollst ihn nicht suchen trotzdem./ Und machst du nachts deine Stube licht, um Menschen zu schauen ins Angesicht, so musst du bedenken: wem. /Die Menschen sind furchtbar vom Licht entstellt, das von ihren Gesichtern träuft, /und haben sie nachts sich zusammengesellt, so schaust du eine wankende Welt durcheinander gehäuft. /Auf ihren Stirnen hat gelber Schein alle Gedanken verdrängt, in ihren Blicken flackert der Wein, /an ihren Händen hängt die schwere Gebärde, mit der sie sich bei ihren Gesprächen verstehen; /und dabei sagen sie: Ich und Ich und meinen: Irgendwen. Bode ist aber auch ein expressiver Maler, der mit kräftigem Malgestus und differenzierteren Farbmischungen den Betrachter berührt. So scheint bei den Bildern "Der alte Mann und das Kind" oder "Kind im Wald", die emotionale Seite des Malers Pate gestanden zu haben. Hier reicht das Wenige um unser eigenes Kopfkino in Gang zu bringen und Assoziationen frei zusetzen . Im Gegensatz zum Symbol erscheint das gemalte eher als eine Art von Metapher. Und das Thema "Zeit" findet sich in der freien, gestischen Malerei wieder, wenn Bode sich von seinen Vorstellungen löst und prozesshaft zu malen beginnt. Es sind Bilder, die den Weg über das Auge ins Herz des Betrachters finden.Der kleine Junge mit dem Vogelkäfig in der Hand, der das ganze Leben noch vor sich hat, begegnet dem Alter. Es findet keine direkte Berührung zwischen ihnen statt. Staunend sieht der Junge dem Alten in dem Farbwirbel zu. Man erkennt in dem unförmigen Strudel noch die Spuren eines Käfigs, den der Mann wohl geöffnet hat. Was hat er wohl freigelassen: einen Vogel, als Sinnbild für die Seele oder geht es vielleicht um die Freiheit im allgemeinen.Auch beim "Kind im Wald" ist das gefühlsmäßige im Vordergrund. Der Wald erscheint als Metapher für das Ungewisse, das Unbewusste oder das Leben,das so manche Überraschung bereithält. Und der Rabe. Steht er für den Tod, der das Leben von Anbeginn begleitet. Berend Bode widmet sich in seinem Werk dem "Mensch-Sein" , und immer ist es"dieZeit", die für ihn ein begleitender Aspekt ist.Wieviel Zeit steht dem Menschen zwischen Geburt und Tod zur Verfügung. Wie wurde der Mensch von der Vergangenheit geprägt? Schaut er voraus, was die Zukunft bringen wird, auch für die folgenden Generationen. Ist die Zeit eine Bestie analog zur Mythologie über Chronos, der seine Kinder fraß? Die Lebenszeit ist begrenzt. Nichts bleibt, wie es ist und ist der Veränderung unterworfen.Wenn Bode wie z.B.in dem Bild "Das Paar" Jan van Eyck zitiert oder beim "Abendmahl" auf Caravaggio anspielt, dann verweist er hiermit zum einen auf die Vergänglichkeit hin, aber auch auf die geschichtliche Wiederholungen. Denn die Themen der Menschheit bleiben gleich, auch wenn sie in einem anderen Kostüm auftreten und dann wird die Erlösergestalt auch schon einmal eine weibliche Samurai, die versucht Ordnung ins Chaos zu bringen. Ich danke Ihnen, dass Sie mir Ihre Zeit geopfert haben. Nehmen Sie sich noch mehr Zeit die Bilder Berend Bodes auf sich wirken zu lassen.


Öffnungszeiten:
Di-Fr 14-19Uhr



Internetadresse:  http://kodex.one/

Texte & Bild © Berend Bode.

Bitte vergewissern Sie sich bezüglich der Aktualität dieser Informationen beim Veranstalter.


  Weitere Infos: Berend Bode

Kodex Galerie / Bremen

Zeitraum: 05.07.2016 bis 05.07.2017

Adresse:
Bremen Stromerlandstraße
28197 Bremen

AnsprechpartnerIn: Herr Peter Schulten
[Kurator]

Email:     [email protected]
Öffnungszeiten: Di-Fr 14-19Uhr


Berend Bode

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