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Sep

"Some questions about being ALIEN"

Off Space Tinatin Ghughunishvili-Brück / München

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Ausstellung in München : "Some questions about being ALIEN"



KünstlerIN:
TAMAR NADIRADZE HAYATO MIZUTANI GIORGI CHKHEIDZE

Zeitraum: 14.09.2019 bis 20.09.2019

"Es ist hier also der Fremde nicht in dem bisher vielfach berührten Sinn gemeint, als der Wandernde, der heute kommt und morgen geht, sondern als der, der heute kommt und morgen bleibt - sozusagen der potentiell Wandernde, der, obgleich er nicht weitergezogen ist, die Gelöstheit des Kommens und Gehens nicht ganz überwunden hat." Georg Simmel

Die Frage danach, was es bedeutet fremd zu sein, wie wir das Fremde um- und in uns wahrnehmen, erscheint uns, in Zeiten der wiederaufkommenden Tendenzen der Xenophobie relevant und wichtig.

Ob sich das Fremdsein nun auf Migrationshintergrund, Geschlecht oder sexuelle Orientierung bezieht, aus allen Perspektiven werden wir versuchen diesen Zustand künstlerisch zu untersuchen und eine Empathie dafür zu schaffen.
Um das Fremde als solches zu erkennen, muss man sich der eigenen Existenz, der eigenen Form in Gänze bewusst sein. So ähnlich hat auch Georg Simmel die Gegebenheit beschrieben.
Je klarer ein Mensch seiner Person Grenzen setzt, Konturen verleiht und der Norm anpasst, desto unflexibler ist seine Fähigkeit sich weiter zu entwickeln, sein Bewusstsein als etwas Wandelbares zu gestalten und neue Perspektiven zumindest in Betracht zu ziehen. Ohne diese Erkenntnis erscheint ihm alles, was außerhalb seines Weltbildes existiert, als fremd und im schlimmsten Fall beängstigend.

Die Skepsis dem Unbekannten gegenüber ist - wie viele anderen nicht sonderlich löblichen Eigenschaften - menschlich. Doch wie man diese Skepsis zu überwinden versucht, wie man Interesse zeigt und Klischees vermeidet, daran lässt sich vieles ändern.

Unbedingt möchten wir den Eindruck vermeiden, dass die Arbeit an diesem Thema
ausschließlich der Sicht der in Deutschland lebenden ausländischen Kreativen entspricht. Erstens leben und arbeiten Tamar Nadiradze und Giorgi Chkheidze in ihrer Heimat Georgien und zweitens hätten wir es uns zu einfach gemacht, aus dieser einen Perspektive das Thema zu behandeln.

An erster Stelle möchte ich die junge georgische Künstlerin Tamar Nadiradze 1991, in Gori, Georgien geboren vorstellen.
Seit einigen Jahren verfolge ich ihre Arbeit mit Faszination. Ihre Bilder erzählen die existentiellen Geschichten unseres Lebens auf eine sehr einfühlsame und tiefgründige Weise. Um diese Geschichten zu erzählen, schöpft sie aus ihrer unmittelbaren Umgebung sowie aus Mythologie, Märchen und Literatur.
Bemerkenswert ist die Tiefe, mit der Tamar sich mit den Inhalten auseinandersetzt, ihre Fähigkeit, die dunkelsten Ecken und schönsten Seiten des Menschen mit figürlichen, narrativen Szenen zu beleuchten, sowie die Tatsache, dass ihre Bildsprache und ihre Handschrift einen beeindruckenden Wiedererkennungswert haben.
Tamar Nadiradze setzt sich mit der Frage des Fremdseins, exemplarisch in Bezug auf den Mythos von Medea auseinander. Medea, die wahrscheinlich bekannteste und tragischste Emigrantin in der Geschichte der Mythologie und Literatur, eine fiktive Figur, die bis heute mehrfach interpretiert wurde und immer noch polarisiert. Eine "Barbarin", die als Projektionsfläche sowohl für das "andere Geschlecht" als auch einer unbekannten Kultur und deren Bräuche wurde.

Der zweite Künstler, der einen sehr wichtiger Teil des Projekts und auch eine Art Verbindungsfaktor sowohl thematisch als auch formal bildet, ist Hayato Mizutani geboren 1985 in Japan . Hayato teilt uns seine künstlerische Sicht über das Leben im Ausland, über das Konzept von Heimat, über Bindung und Entwurzelung, über die Suche nach einem neuen Zuhause, einer neuen Sprache und neuen Perspektiven mit. Seine Werke sind konzeptionell und auf eine sehr unmittelbare Weise zugänglich.
Es ist mir eine Freude, seine Arbeit in Form einer Text- und Soundinstallation in der Ausstellung ALIEN zu zeigen.

Als ich mich mit Tamar Nadiradze und Hayato Mizutani die Planung für die Ausstellung Alien begann, kannte ich die Arbeiten von Giorgi Chkheidze 1983, in Tbilissi, Georgien geboren bereits, aber sie waren nicht für das Projekt vorgesehen.
Während ich immer mehr zu dem Thema des Fremdseins las, nachdachte, mit Tamar Nadiradze die unzähligen Schichten des Medea Mythos durchsuchte und mit Hayato Mizutani über die Fremd Sprache und ihren Einfluss auf unser Leben diskutierte, sah ich die aktuellen Arbeiten von Giorgi Chkheidze und erkannte, was ich vorher nicht bemerkt hatte. Das Fremde in einem selbst ist das Thema seiner Arbeiten.
Seine Gemälde setzen sich mit dem Unbekannten auseinander, welche nur ganz flüchtig auf der Oberfläche wahrnehmbar ist, die fremde Stimme in uns, das ewige Ringen mit dem, was wir ahnen und nicht wahrnehmen wollen.
Ist die Angst vor dem Fremden in uns der Grund unseres Skeptizismus gegenüber der Fremden/ des Fremden überhaupt?
Sind wir alle, wenn man bedenkt, wie viele Facetten und Wandlungen ein einziges Individuum in sich trägt und durchläuft, fremd für uns selbst?
Formal sind Giorgis Arbeiten zwischen Futurismus und Opart angesiedelt. Gleichzeitig entziehen sich seine Arbeiten solchen Vergleichen durch ihre eigene Art.
Seine Sicht der Farbe ist haptisch, beinahe synästhetisch und das, was unter der Oberfläche/ unter der Haut seiner Leinwände zu sehen ist, eine optische Täuschung, reine Malerei auf Leinwand.

Die Künstler sind anwesend.



Internetadresse:  https://www.facebook.com/events/805006606561377/?active_tab=about

Texte & Bild © Tinatin Ghughunishvili-Brück.

Bitte vergewissern Sie sich bezüglich der Aktualität dieser Informationen beim Veranstalter.


  Weitere Infos: Tinatin Ghughunishvili-Brück

  14.09.2019 bis 20.09.2019
ⓘ   Some questions about being ALIEN
  Off Space Tinatin Ghughunishvili-Brück / München

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