Einverstanden

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

bis
05
Jan

"de_MUT - thematische Gruppenausstellung"

> <
  • Flyer / xpon-art
  • Detlef Lemme
  • Anne Dingkuhn - Piano
  • Florian Huber _ in – visible
  • Jana Kiesser - Das bleibt unter uns (Detail)



f Messeservice g+

Ausstellung in Hamburg : "de_MUT - thematische Gruppenausstellung"



KünstlerIN:
A. Dingkuhn, C. Petersen, C. Gümüstürkmen, Detlef Lemme, F. Halabi, F, Huber, Frieder Falk, Gunter Demnig, J. Kießer, J. Zeichenkind & S. Link, K. Jakubzik, L. Röper, M. Seiwert, R. Scheer, S. Korn

Zeitraum: 05.12.2019 bis 05.01.2020

de_MUT in der xpon-art gallery

Eröffnung am Donnerstag, den 5. Dezember 2019 um 20 Uhr
thematische Gruppenausstellung vom 5. Dezember 2019 - 5. Januar 2020

Teilnehmende Künstler*innen:
Anne Dingkuhn
Christian Petersen
Cihangir Gümüstürkmen
Detlef Lemme
Fahed Halabi
Florian Huber
Frieder Falk
Gunter Demnig
Jana Kießer
Julia Zeichenkind & Stefanie Link
Kathrin Jakubzik
Lars Röper
Michael Seiwert
René Scheer
Simon Korn

:::

Von Demütigung, falscher Demut, echter Demut, und schlichtweg Mut. Insgesamt 16 Künstler*innen haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und werden auf 3 Etagen in Position zueinander gebracht. Der Anteil an autobiographisch geprägten, politisch kommentierenden, und mit extrem viel Muße erstellten Arbeiten ist auffällig.

Ausgangspunkt von Anne Dingkuhns Arbeit ist eine lange Rolle Papier: technisch perforiert, versehen mit einem Lochcode, der sich visuell nicht erschließt. In diese mechanische Struktur bricht das Unregelmäßige, Amorphe ein. Es überwuchert den Code, transformiert ihn. Die Papierrolle wird bis zur Zerreißprobe aufgebrochen, sie wird fragil, immateriell.

Christian Petersen, als Propmaker für den Film arbeitend technisch hoch versiert, fertigt ein lebensgroßes Objekt für die Ausstellung. Er formuliert:
"Sitzen in der Meditation ist sitzen in Demut, ist loslassen des Egos." Oder andersherum:
".sogE sed nessalsol tsi , tumeD ni neztis tsi noitatideM red ni neztiS"

Motivisch verbindet Cihangir Gümüstürkmen in seiner Malerei gekonnt Erinnerungen an die eigene Herkunft und Kindheit mit seinem heutigen Leben. Es entstehen spannungsreiche und surreal anmutende Bildwelten, die Konventionen durchbrechen und kritisch hinterfragen. Er spielt mit tradierten Sehgewohnheiten und stellt die Normen unserer heutigen Zeit in Frage. Im Mittelpunkt aller Arbeiten steht eine permanente und häufig ironische Selbstreflexion (Text: Friederike Kröbel).

Detlef Lemme zeigt zwei Dinge nebeneinander, sonst nichts. Es könnte auch eine Kathedrale sein, wäre da nicht die Gravur: "Rheinmetall".
"Rüstung ist das Gegenteil von Demut. Der Zufall machte, daß ich hier im "fetten" Deutschland geboren wurde. Ich muß mich nicht selbst verteidigen. Dieses Einsehen macht mich fast demütig - als Verweigerer des Kriegsdienstes und Berlinflüchtling 1980.? Also Schutzpatrone? Patria, das Patronat.. - nein, die Mechanik des Krieges ist kalt und erbarmungslos.?"
Neben 3 Acryl-Arbeiten in Rot, Gelb und Blau wird während der Ausstellung die "Patrone Schwarz" als Ablass Verkauf Holzschnitt angeboten. Ihr Erlös geht als Spende an "Ärzte ohne Grenzen".

Fahed Halabi zeigt in seiner Videoarbeit "25 Hours" den Himmel, einen Schornstein, und das dazwischen. Aber ist es ein Schornstein?

Meterhohe Zäune, die uns umgeben, sind ein Sinnbild für das Scheitern Europas geworden. Auch wenn uns die Bilder der Außengrenzen täglich medial umgeben, ist dem Betrachter meist die Schärfe des NATO Drahtes nicht bewusst. Das vermittelte Bild scheint diese schmerzhafte Realitätsebene zu verschleiern.
Für die Performance "in - visible" bringt Florian Huber eben dieses Material in die Galerie und wird es vor den Augen der Besucher in Tierdarm hüllen: "Ich gebe dem verletzenden Material eine organische Hülle, mache es somit greifbar, anfassbar, uns bewusst."
Durch Verhüllen kann das Phänomen sichtbar werden. Das organische Material kommt aus dem Körper eines Tieres, in welchem es Verdauung und Ausscheidung ermöglicht. Das Tier als Vorbild für den Menschen, - Natur doch als Heilmittel gegen kranke menschliche Zivilisation?

Demut im Arbeitsprozess auch bei Frieder Falk. Linie wird neben Linie neben Linie gesetzt, die einzelne Linie tritt zurück, und Linie für Linie baut sich eine Fläche auf. Der Fineliner, der Zeichenkarton, die technischen Hilfsmittel und die Wiederholung in der Ausführung prägen die Arbeiten. Kein Wollen? Geschehen lassen?

Die Stolpersteine, ein Projekt, das die Erinnerung an die verfolgten, vertriebenen und vernichteten Menschen im Nationalsozialismus lebendig erhält, sind eine Arbeit des Künstlers Gunter Demnig, der sie seit 1992 in mittlerweile 24 Staaten verlegt hat. Anläßlich dieser Ausstellung wird einer in die historischen Räume der Galerie, als ein Ort wo sich Geschichte und Kunst begegnen, eingemauert werden.

Die Serie "das bleibt unter uns" ist eine fotografische Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der eigenen Familie. Jana Kießer nimmt uns mit in die Abgründe der verletzten Seele - dunkel, fragend, unkenntlich. Einblicke ins Ungewisse, mysteriöse Orte, Zerbrochenheit und die ständige Angst, dem Täter wieder zu begegnen werden durch den Transfer in das fotografische Medium auf neue Weise reflektiert.
Neben symbolhaft-assoziativen Bildern spielt auch Text in ihren Arbeiten eine Rolle, mit dem Sie die Betrachter*innen aus der subjektiven Welt der Fotografie in die Realität zurückholt. Die Arbeit wird neben dem Archivmaterial aus Tagebuch-Auszügen und Textpassagen aus Briefen des Vaters durch als Kind aufgenommene, analoge Fotografien ergänzt.

Stefanie Link, Fotografin, und Julia Zeichenkind, Illustratorin, stellen kleine Federn ganz groß dar. Sie lassen die Augen durch ihre feine Strukturen wandern und neue Dimensionen des Verlorenen entdecken. Als "Wunderwerk der Evolution. Sie wärmen, kühlen und isolieren, sie schmücken und tarnen - und sie verleihen ihren Trägern die lange unnachahmliche Fähigkeit in die Lüfte aufzusteigen." (Thor Hanson). Man muss sich auf keine große Reise begeben, um neues zu entdecken, was dem flüchtigen Blick verborgen bleibt.

Die gezeichnete Serie "Für Frieden und Sozialismus - seid bereit! Immer bereit!" von Kathrin Jakubzik ist ein Rückblick in die eigene Kindheitsgeschichte. Bestandteil der DDR-Politik war die Organisation der Kinder und Jugendlichen in der Pionierorganisation "Ernst Thälmann", der die meisten ohne eine wirklich freie Wahl angehörten. Die Zeichnungen zeigen, welche Glaubenssätze auf die Kinder einprasselten. Die eingespielten Pionierlieder gehörten zum Alltag und sind über Kopfhörer zu hören.

Anhand täglich erstellter, skizzenhafter Zeichnungen, die in eine Projektion überführt wurden, lotet "my distance from god (on a daily basis)" von Lars Röper des Künstlers ("bzw. Jedermanns") Nähe, Entfernung oder Verbundenheit mit Gott respektive einer höheren Macht aus.

Michael Seiwert beschäftigt sich in seinen Installationen mit der Ambivalenz des Demutbegriffs. Demut im Sinne einer gottähnlichen Verehrung (Führerkult) und verbunden damit, das unkritische Akzeptieren einer höheren Instanz. Demgegenüber steht die Demut vor einem höheren Ideal (freiheitliche Gesellschaft, Demokratie) und das aktive Verteidigen dieses Ideals. Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit dem Thema ist der fortschreitende Rechtsruck in Deutschland und Europa.
Die Arbeit "Eierschaukel" (2019) nimmt dabei die Perspektive des Einzelnen ein und hinterfragt die eigene Haltung, während die Arbeit "Heil, meine Kornblume" (2019) die Wahrnehmung des Künstlers auf die Gesellschaft hinterfragt.

René Scheer überträgt "The Vesper Bell" von dem Fotografen Rolf Eickemeyer (1862 - 1932) in ein Stencil, die Geste auf das Wesentliche reduzierend. Positiv und Negativ werden zusammen mit der Schablone gezeigt. Scheer, der im Palliativ-Bereich arbeitet, sagt: "Den religiösen Ansatz, demütig gegenüber einer höheren Macht zu sein, den brauche ich nicht. Aber durch die Arbeit im Palliativbereich zu wissen und jeden Tag zu spüren, dass wir alle nur dieses eine Leben haben, zeigt mir dieses höhere Etwas. Ich muss mir nicht erklären, dass irgendwer dieses Leben erschaffen hat, aber ich bin dankbar dass es mich hier gibt. Stolz auf das was ich in diesem Leben bin, aber demütig vor dem Leben an sich. Durch die Arbeit mit Menschen am Ende ihres Lebens, wird der Wert Leben zu dem einzigen Wichtigen."

Simon Korns Arbeit "die Angst des Tropfens vorm Ozean" besteht aus Glasbecken, Wasser, Flaschen, Holz. Er schreibt: "Für ein Leben wird ein Teil des Einen in ein Gefäß gegossen.
Irgendwann kommt der Moment, das Gefäß aufzulösen und sich im Einen zu vereinen.
Dieser Moment kann Sehnsuchtort und Horrorvorstellung sein - vielleicht auch gleichzeitig."

:::

Der Eintritt ist frei.

:::

mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

:::

Öffnungszeiten: Samstags bis Dienstags 18 - 21 Uhr

Finissage: Sonntag, 5. Januar 2020 von 11 - 16 Uhr

Über abweichende Öffnungszeiten, insbesondere zwischen den Jahren, informieren wir auf unserer Facebook Seite facebook.com/xponart oder unserer Homepage xpon-art.de

Ort: xpon-art gallery
Repsoldstraße 45
20097 Hamburg


Öffnungszeiten:
Sa-Di 18-21h, Vernissage 5.12. 20h, Finissage 5.1. 11-16h



Internetadresse:  www.xpon-art.de



Bitte vergewissern Sie sich bezüglich der Aktualität dieser Informationen beim Veranstalter.


Hamburg

Zeitraum: 05.12.2019 bis 05.01.2020

Adresse:
Repsoldstr. 45
20097 Hamburg

Öffnungszeiten: Sa-Di 18-21h, Vernissage 5.12. 20h, Finissage 5.1. 11-16h

Kategorien

Ausstellung eintragen
Galerie eintragen
Künstler eintragen
Museum eintragen
Messe eintragen
Museumsnacht eintragen
Infos zu den Einträgen
Login


  Dauerausstellung
ⓘ   1ooo Hasen - limited edition seit 2007
  Hasenmanufaktur Hamburg
  Dauerausstellung
ⓘ   Arte America Latina
  Galerie Kunststätte am Michel / Hamburg
  Dauerausstellung
ⓘ   TABULARIUM
  Galerieatelier de Weryha / Hamburg
  05.12.2019 bis 05.01.2020
ⓘ   de_MUT - thematische Gruppenausstellung
  xpon-art gallery / Hamburg
  04.11.2019 bis 12.01.2020
ⓘ   Reflexion der Landschaft
  Museumsschiff RICKMER RICKMERS / Hamburg
  23.11.2019 bis 20.01.2020
ⓘ   Nachts allein im Atelier #6
  Evelyn Drewes | Galerie / Hamburg
  08.11.2019 bis 31.01.2020
ⓘ   Our days of gold
  Istituto Italiano di Cultura Hamburg

... und in anderen Orten

  16.11.2019 bis 13.12.2019
ⓘ   GALLERY CHOICE
  von fraunberg art gallery / Düsseldorf
  Dauerausstellung
ⓘ   Meisterwerke der Moderne. Die Sammlung Haubrich im Museum Ludwig
  Museum Ludwig / Köln
  10.10.2019 bis 05.01.2020
ⓘ   Berliner Realismus - Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix
  Käthe Kollwitz Museum Köln
  25.10.2019 bis 11.01.2020
ⓘ   Layers
  Galerie Thomas Schulte / Berlin
  16.11.2019 bis 11.01.2020
ⓘ   Woman observing the Alpha Persei Cluster
  Galerie Thomas Schulte / Berlin
  22.11.2019 bis 24.01.2020
ⓘ   Fixed - Image und Imagination
  Parrotta Contemporary Art / Köln
  05.09.2019 bis 26.01.2020
ⓘ   Micro Era - Medienkunst aus China
  Kulturforum Berlin
  26.09.2019 bis 20.03.2020
ⓘ   XOOOOX - Hidden Tracks. Ausstellungseröffnung Berliner Street Art bei Galerie Frank Fluegel
  GALERIE FRANK FLUEGEL / Nürnberg
  01.09.2019 bis 31.03.2020
ⓘ   Thomas Ruff Substrat neue Edition erschienen
  GALERIE FRANK FLUEGEL / Nürnberg
  07.12.2019 bis 20.12.2019
ⓘ   Lieblingsstücke
  Galerie BLACKOFFICE / Düsseldorf
  Dauerausstellung
ⓘ   MAK-Schausammlung Wien 1900
  MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst / Wien
  Dauerausstellung
ⓘ   MAK DESIGN LABOR
  MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst / Wien
  08.09.2019 bis 05.01.2020
ⓘ   175 Jahre VdDK * 1844 - Zwischen Hungertuch und Kunstpalast
  Stadtmuseum Düsseldorf
  15.11.2019 bis 11.01.2020
ⓘ   Text Bild Exzess
  Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten / Berlin
  09.11.2019 bis 11.01.2020
ⓘ   GEORG BASELITZ - ARBEITEN AUS EUROPÄISCHEN SAMMLUNGEN
  Michael Werner Kunsthandel / Köln
  02.10.2019 bis 18.01.2020
ⓘ   STRÖMUNG. INGO KRAFT - Malerei und Grafik & UTE NAUE-MÜLLER - Keramik
  Galerie KUNSTAUSSTELLUNG KÜHL / Dresden
  28.11.2019 bis 31.01.2020
ⓘ   Colonia Art Galerie im Wohnforum Bülles
  Wohnforum Bülles GmbH / Duisburg
  16.10.2019 bis 01.02.2020
ⓘ   VON GRUND AUF…STEPHANIE MARX & THOMAS LINDNER IN DER KUNSTAUSSTELLUNG KÜHL DRESDEN
  Galerie KUNSTAUSSTELLUNG KÜHL / Dresden
  23.11.2019 bis 09.02.2020
ⓘ   JANNIS MARWITZ: Narch till June / Närz bis April & MATT WELCH: Adult Sculptures
  Dortmunder Kunstverein
  23.11.2019 bis 09.02.2020
ⓘ   JAHRESGABEN 2019
  Dortmunder Kunstverein
  27.10.2019 bis 16.02.2020
ⓘ   KUNIYOSHI. Witz und Widerstand im japanischen Farbholzschnitt
  MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst / Wien
  13.01.2020 bis 28.02.2020
ⓘ   Kunst im Rathaus
  Rathaus Korschenbroich, Stadt Korschenbroich in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis für Kunst und Kultur in Korschenbroich e.V.
  06.11.2019 bis 01.03.2020
ⓘ   100 BESTE PLAKATE 18. Deutschland Österreich Schweiz
  MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst / Wien
  18.12.2019 bis 13.04.2020
ⓘ   BUGHOLZ, VIELSCHICHTIG
  MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst / Wien
  11.01.2020 bis 26.04.2020
ⓘ   Modell-Naturen in der zeitgenössischen Fotografie
  Alfred Ehrhardt Stiftung Berlin
  01.11.2019 bis 13.12.2019
ⓘ   Group Global 3000: 'Artists for Future' 1.11. - 13.12.2019 (Vernissage 1.11., 19 Uhr)
  GROUPGLOBAL3000 / Berlin
  31.10.2019 bis 13.12.2019
ⓘ   XXX
  Galerie Gilla Lörcher / Berlin
  13.12.2019
ⓘ   Finissage 'Artists for Future' mit Hybrid Walking Act von Rosa Schmidt; Group Global 3000, 13.12., 19 Uhr; Ausstellung ab 17 Uhr
  GROUPGLOBAL3000 / Berlin