Museum Ostwall / Dortmund

 


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    Kontakt

    Museum Ostwall
    Leonie-Reygers-Terrasse
    44137 Dortmund


    http://museumamostwall.dortmund.de

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    Information/ Schwerpunkte

    Museum Ostwall im Dortmunder U



    Seit Oktober 2010 präsentiert das städtische Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart seine wertvolle Sammlung auf der vierten und fünften Etage des ehemaligen Kellereihochhauses der Union- Brauerei. Zu sehen sind mehr als 350 Werke und Werkgruppen auf über 1.750 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

    Selbstverständnis
    Zur Eröffnung präsentiert sich die Sammlung des Museum Ostwall (MO) gänzlich neu: Alexander Dorners Idee vom "Museum als Kraftwerk" folgend, versteht sich das Museum einerseits als Speicher der Vergangenheit, in dem die Kontexte der Entstehung erläutert und damit der Zeitbezug vermittelt werden: Die Präsentation der Kunstwerke wird durch Medienstationen und Displays zu verschiedenen Kunstrichtungen ergänzt. Die Besucherinnen und Besucher erfahren durch Texte, Filme und Hörbeiträge die jeweiligen Entstehungsgeschichten der Kunst. Es wird deutlich: Weder Expressionismus noch die gestische Malerei des Informel entstanden im luftleeren Raum, sondern sind eng mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen verbunden. Zugleich begreift sich das MO auch als Energiezentrum: Als Museum der Gegenwart nimmt es Anregungen aus dem Alltag und gesellschaftliche Debatten auf und wird mit seinen Kunstwerken, seinen Wechselausstellungen sowie seinen Projekten und Vermittlungsangeboten auch selbst Impulse setzen.

    Der Rundgang
    Für die von Gerber Architekten, Dortmund, konzipierte Gesamtgestaltung des Dortmunder U hat das MO in Zusammenarbeit mit dem Berliner Architekturbüro Kühn Malvezzi eine museologische Architektur entwickelt, die einen neuen Blick auf die Kunst des Museums ermöglicht: Auf der 4. Ebene liegt der Gestaltung ein System von Wegen und Räumen zugrunde, während die Vorstellung von Häusern und Plätzen auf der 5. Ebene offenere Strukturen schafft. In der 4. Etage erhalten die Besucherinnen und Besucher einen Überblick über die Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts. Ausgangspunkt ist die Fluxus- Bewegung der 1960er Jahre, die Kunst und Leben miteinander verbinden wollte. Der Rundgang führt dann zeitlich rückwärts von Werken des Nouveau Réalisme über die Lichtkunst des Zero und die bewegte Kunst der Kinetik bis zur gestischen Malerei und abstrakten Kunst der Nachkriegsmoderne, um schließlich zu den Werken der Klassischen Moderne (August Macke, Emil Nolde, Alexej von Jawlensky, Max Beckmann) zu gelangen. Die 5. Etage präsentiert Werkkomplexe einzelner Künstlerinnen und Künstler von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart. Eingangs erwarten die Besucher - als Verknüpfung zur 4. Etage - Werke des Fluxus. Nach langer Zeit ist erstmals wieder die begehbare Rauminstallation "Thermoelektronischer Kaugummi" von Wolf Vostell zu sehen, die den gesellschaftskritischen Ansatz des Fluxus- Künstlers wahrhaft körperlich erfahrbar macht. Themen wie Geschlechterverhältnisse, Migration oder das Leben in der Stadt werden in anderen Werken aufgegriffen: Anna und Bernhard Joh. Blume, Adrian Paci, Tobias Zielony und Freya Hattenberger sind nur einige der zeitgenössischen Kunstschaffenden, deren Werke vorgestellt werden. Darüber hinaus präsentiert das Museum in Zusammenarbeit mit der TU Dortmund das Intermedia-Archiv des Künstlers Hans Breder. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, Dokumente, Videos und Skripte von Kunstschaffenden zu erforschen, die in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren am Intermedia Programm der Universität Iowa teilnahmen: Dokumente von Allan Kaprow, Vito Acconci, Dick Higgins, Robert Wilson und vielen anderen mehr gehören hierzu.

    Leihgaben aus Privatbesitz
    Ergänzt wird die Sammlung des MO durch zahlreiche Leihgaben aus Privatsammlungen: So kann mit Werken aus der eigenen Sammlung und der Sammlung Spankus ein Einblick ins das Oeuvre Dieter Roths gegeben werden; der Sammler Wilhelm Schürmann überließ dem Museum für die Eröffnungspräsentation eine Skulptur, eine Collage und Plakate Martin Kippenbergers. Im Wechsel werden Kunstwerke aus der Sammlung der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung gezeigt, die sich mit dem Thema Farbe beschäftigen. Fluxus, der Sammlungsschwerpunkt des MO, wurde durch Dauerleihgaben der Sammlung Braun/Lieff und Leihgaben Wolfgang Feelischs bereichert. Letzterem verdankt das Museum auch wichtige Dokumente zum Werk Joseph Beuys, dem ein eigenes Kabinett gewidmet wird.

    Interaktives Bildarchiv, MO Schaufenster und MO Lautsprecher Programm
    Eine besondere Neuerung ist das Interaktive Bildarchiv des Museum Ostwall. Hier können die Gäste des MO zukünftig das Museum aktiv mitgestalten, indem sie Bilder aus der Sammlung zu digitalen Bildatlanten zusammenstellen oder mit eigenen Bildern in Beziehung setzen. Immer wieder Neues präsentieren die Reihen "MO Schaufenster" und "MO Lautsprecher Programm": Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler werden in einem vom Treppenhaus, der sogenannten Kunstvertikale, einsehbaren Ausstellungsraum im Wechsel ihre Arbeiten vorstellen, während im gläsernen Anbau des Dortmunder U im 4. Stock Klangkunst zu hören ist.

    Vermittlung und Wochenende der Offenen Tür
    Mit Veranstaltungen, Führungen und Vermittlungsangeboten macht das MO seine Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Für diejenigen, die das Museum lieber auf eigene Faust erkunden, wird erstmals ein kostenloser Audio-Guide mit Informationen zu Kunstrichtungen, einzelnen Werken und den Biographien der Künstlerinnen und Künstler angeboten. Mit dem ebenfalls kostenlosen Kunst-Set, das zahlreiche kreative Angebote zu verschiedenen Werken aus der Sammlung enthält, können Kinder und Erwachsene das Museum gemeinsam erkunden. Alle Interessierten sind am Samstag/Sonntag, 9./10. Oktober, von 11 bis 18 Uhr zum Wochenende der Offenen Tür ins Museum Ostwall eingeladen. Fast im Stundentakt werden Führungen durch die Neupräsentation der Sammlung angeboten. Kunst-Scouts im Teenageralter sprechen am Samstagnachmittag ab 15 Uhr insbesondere Kinder und Jugendliche an und bringen ihnen einzelne Werke der Sammlung näher. Auch die Audio-Guides und die Kunst-Sets sind an diesen Tagen bereits verfügbar. Der Eintritt und das Mitmachen ist am Wochenende der offenen Tür kostenlos.


    Quelle: Dortmund.de

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    Vergangene Ausstellungen

    Ausstellung "Womit rechnest du?" in Dortmund
    Zeitraum: 20.05.2017 bis 03.09.2017 Dortmund/ Museum Ostwall


    Ausstellung ""Ich bin eine Kämpferin." Frauenbilder der Niki de Saint Phalle" in Dortmund
    Zeitraum: 10.12.2016 bis 23.04.2017 Dortmund/ Museum Ostwall


    Ausstellung "Living Cities. Ansichten des Urbanen von Picasso bis zur Gegenwart Im Graphik-Kabinett" in Dortmund
    Zeitraum: 12.11.2016 bis 24.09.2017 Ausstellung, Vorschau Dortmunder U, Museum Ostwall


    Ausstellung "Visuelle und konkrete Poesie von Emmett Williams" in Dortmund
    Zeitraum: 03.11.2016 bis 09.11.2016 Dortmund/ Museum Ostwall


    Ausstellung "Dieter Roth: Schöne Scheiße. Dilettantische Meisterwerke." in Dortmund
    Zeitraum: 20.05.2016 bis 28.08.2016 Dortmund/ Museum Ostwall


    Ausstellung "Neues Spiel, neues Glück. Sammlung in Bewegung" in Dortmund
    Zeitraum: 19.08.2015 bis 24.09.2017 Dortmund/ Museum Ostwall


Weitere Museen