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Lettl-Museum / Augsburg

 
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Museum/ Lettl-Museum / Augsburg

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    Kontakt

    Lettl-Museum
    Zeuggasse 9
    86150 Augsburg

    Email:     [email protected]

    Öffnungszeiten:
    Ab 19. Dezember 2019
    Dienstag - Donnerstag 13-17 Uhr
    Freitag - Sonntag 11-17 Uhr


      museum.lettl.de

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    Information/ Schwerpunkte

    Das Lettl Museum soll

    Raum sein
    für Auseinandersetzung und Entschlüsselung surrealer Bilderwelten - als zweites monothematisches Museum für Surrealismus in Deutschland. Zentraler Ausgangspunkt ist das umfangreiche Lebenswerk des Augsburger Künstlers Wolfgang Lettl 1919-2008 . Die nahezu geschlossene Samm-lung von rund 500 surrealen Werken erschließt unbewusste Schaffensprozesse und stößt ihre ganz individuelle Spiegelung im Betrachter an. Sie öffnet in Leben und Werk des Künstlers zeitgeschicht-liche, transnationale Horizonte und verbindet mit ihrer surrealen Formen- und Chiffrensprache in einzigartiger Weise europäische Kulturräume Frankreich, Deutschland, Italien. Damit reiht sie sich in die erstklassige europäische Kulturtradition Augsburgs und seiner heute bestehenden Kunstmuseen ein, verbindet Genrebereiche und ergänzt sie pointiert.


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    Künstler:

    Verborgene Wirklichkeiten
    (Rezension über das surreale Werk von Wolfgang Lettl)

    Der 1919 in Augsburg geborene Wolfgang Lettl hatte seine ersten Kontakte zur surrealistischen Kunst als Besatzungssoldat in Paris.
    Von den Manifesten und Philosophien der "klassischen" Surrealisten hielt er nicht viel, verdankt ihnen jedoch die Erkenntnis, dass es nicht so sehr darauf ankommt, vordergründig Tatsächliches oder erdacht Konstruiertes zu malen, sondern vielmehr zu versuchen, Bilder aus dem Unterbewussten hervorzuholen und sie überzeugend darzustellen.
    Autodidaktisch entwickelte er die breite Palette seiner Stilmittel unabhängig und im Gegensatz zu den herrschenden Kunstmoden.
    Lettls surreale Gemälde und seine phantasievollen Erfindungen fesseln und provozieren, das heißt, sie rufen etwas hervor, und sie vermitteln eine neue Sicht und damit vor allem Einsichten.
    Seine Bilder laden ein und fordern auf, man muss in ihnen lesen, und wenn man dies tut, steckt man plötzlich in einer Geschichte, von der man nicht weiß, ob es die eigene oder die des Künstlers ist. Mit Verwirrspielen solcher Art will Lettl indes gerade nicht verwirren, sondern zur Teilhabe, zum Wiedererkennen einladen.
    Indem er die Wirklichkeit in Frage stellt, schafft er neue Realitäten hinter den Dingen, Traum und Phantasie werden dabei nicht entzaubert, sondern im Gegenteil in den Rang erfahrbarer, unerhörter neuer Wirklichkeiten erhoben.
    Lettl zeigt uns, dass die Welt nicht heil ist, aber seine Bilder verraten, dass er alles darum gäbe, wenn sie ins Gleichgewicht käme - aus Respekt vor der Schöpfung und aus Liebe zu den Menschen, aus Freude am klugen Spiel.
    Er spielt mit der Phantasie als Inbegriff des Reichtums unserer wirklichen, wenn auch verborgenen, aber dennoch in uns schlummernden Kräfte.



Texte & Bild © Lettl-Museum

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