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Ausstellung in Hamburg : "Empire"



KünstlerIN:
Frederic Spreckelmeyer

Zeitraum: 20.10.2011 bis 07.12.2011

"
Empire"


Frederic Spreckelmeyer formuliert einen Bildkosmos der ganz eigenen Art. Auf der einen Seite zelebriert er  eine Hommage an die Geschichte der Kunst, auf der anderen Seite behauptet er mit schrankenloser Unabhängigkeit die individuelle Verortung seiner Bilder in der Gegenwart - mit erstaunlicher Unabhängigkeit und einer individuellen Geste, die eine genaue Kenntnis der Themen, die er zitiert, verrät. 

Dieser scheinbare Widerspruch ist eine Voraussetzung seiner Kunst, deren oberstes Ziel es ist, Historisches in einen technoid und surreal anmutenden Bildkontext zu transformieren. Vergangenes transportiert er in die Gegenwart, er bestimmt Sinn- und Handlungskontexte neu, logisch, kausal, oder lässt sie, nur formal verbunden, nebeneinander bestehen. Und zwar so, dass kein Bruch, sondern allenfalls logische Leerstellen entstehen, die der Betrachter mit eigenen Botschaften füllen kann. Wer das nicht will, belässt sie wie sie sind und genießt den formalen Reichtum der Bilder: die leuchtende, aber wohl dosierte Farbe, den schwungvollen und dennoch disziplinierten Bildaufbau oder das Wechselspiel von Fülle und Leere, das spielerischen Freiraum verspricht und den Betrachter vor didaktisierendem Zugriff schützt.    

Nicht zu verkennen ist des Künstlers Begeisterung für die Genres und Stilmittel des Barock.  Historienbild und Repräsentationsportrait, christlich religiöse und antike Fragmente gehen Cross-Over Verbindungen mit technoiden und nostalgischen Sammlerstücken ein. Individuell subjektive Setzungen für historische Zusammenhänge stellen beide Komponenten dar: die kunsthistorische und die phantastisch erscheinende Seite im Spreckelmeyerschen Bilderkosmos. Die Verschmelzung von Hoch- und Alltagskultur, ein Zeichen der Postmoderne, die angesichts globalisierter massenmedialer Vernetzung trennende Wertungen beiseite fegt, ist ein integrierter Bestandteil in Spreckelmeyers Kunst, so dass ein schwebender Reiter kombiniert mit knalligen Neonelementen durchaus keinen Gegensatz darstellt, sondern eine so selbstverständliche Verbindung eingeht, wie die Begegnung von Regenschirm und Schreibmaschine auf dem Seziertisch der Surrealisten. 

Anthropomorph technoide Objekte, Schriftzüge als Reminiszenzen an die Graffitiszene, heraldische Embleme, Weltkugeln mit Neonröhren bekränzt balancieren in fragilem Gleichgewicht. Mythologische Gestalten, die  verstoßenen Rebellen treten dazu: Sysiphos, dem Tod geweiht, Prometheus in Ketten, lebenslang zu unmenschlicher Pein verdammt. Über allem schwebt ruhig ein Firmament: Wolkenberge, Sternenhimmel, Galaxien oder einfach ein unfassbar unendlicher Raum, angedeutet in Schichten lasierender Ölfarbe, transparent, präzise, penibel, bisweilen hingewischt oder flüchtig skizziert.
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Empire

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Frederic Spreckelmeyer formuliert einen Bildkosmos der ganz eigenen Art. Auf der einen Seite zelebriert er  eine Hommage an die Geschichte der Kunst, auf der anderen Seite behauptet er mit schrankenloser Unabhängigkeit die individuelle Verortung seiner Bilder in der Gegenwart - mit erstaunlicher Unabhängigkeit und einer individuellen Geste, die eine genaue Kenntnis der Themen, die er zitiert, verrät. 

Dieser scheinbare Widerspruch ist eine Voraussetzung seiner Kunst, deren oberstes Ziel es ist, Historisches in einen technoid und surreal anmutenden Bildkontext zu transformieren. Vergangenes transportiert er in die Gegenwart, er bestimmt Sinn- und Handlungskontexte neu, logisch, kausal, oder lässt sie, nur formal verbunden, nebeneinander bestehen. Und zwar so, dass kein Bruch, sondern allenfalls logische Leerstellen entstehen, die der Betrachter mit eigenen Botschaften füllen kann. Wer das nicht will, belässt sie wie sie sind und genießt den formalen Reichtum der Bilder: die leuchtende, aber wohl dosierte Farbe, den schwungvollen und dennoch disziplinierten Bildaufbau oder das Wechselspiel von Fülle und Leere, das spielerischen Freiraum verspricht und den Betrachter vor didaktisierendem Zugriff schützt.    

Nicht zu verkennen ist des Künstlers Begeisterung für die Genres und Stilmittel des Barock.  Historienbild und Repräsentationsportrait, christlich religiöse und antike Fragmente gehen Cross-Over Verbindungen mit technoiden und nostalgischen Sammlerstücken ein. Individuell subjektive Setzungen für historische Zusammenhänge stellen beide Komponenten dar: die kunsthistorische und die phantastisch erscheinende Seite im Spreckelmeyerschen Bilderkosmos. Die Verschmelzung von Hoch- und Alltagskultur, ein Zeichen der Postmoderne, die angesichts globalisierter massenmedialer Vernetzung trennende Wertungen beiseite fegt, ist ein integrierter Bestandteil in Spreckelmeyers Kunst, so dass ein schwebender Reiter kombiniert mit knalligen Neonelementen durchaus keinen Gegensatz darstellt, sondern eine so selbstverständliche Verbindung eingeht, wie die Begegnung von Regenschirm und Schreibmaschine auf dem Seziertisch der Surrealisten. 

Anthropomorph technoide Objekte, Schriftzüge als Reminiszenzen an die Graffitiszene, heraldische Embleme, Weltkugeln mit Neonröhren bekränzt balancieren in fragilem Gleichgewicht. Mythologische Gestalten, die  verstoßenen Rebellen treten dazu: Sysiphos, dem Tod geweiht, Prometheus in Ketten, lebenslang zu unmenschlicher Pein verdammt. Über allem schwebt ruhig ein Firmament: Wolkenberge, Sternenhimmel, Galaxien oder einfach ein unfassbar unendlicher Raum, angedeutet in Schichten lasierender Ölfarbe, transparent, präzise, penibel, bisweilen hingewischt oder flüchtig skizziert. Illusionistisches steht neben dem Fragment und die Malweise skandiert im Grad der Präzision die Relevanz des Motivs. Mit Meisterschaft zieht der junge Künstler die Register der konventionellen und modernen Malerei. 

In arabesken Standbildern verharren Figuren, bereit zu Himmelfahrt und Höllensturz. Brilliant betont die Farbe die Wertigkeit kostbarer Materialien, während der Lichteinsatz Dramatisches verheißt. Doch bevor die Welt zur Hölle fährt, verleiht Spreckelmeyer ihr einen leicht ironischen Unterton. Um die Gegenwart, auf die er mit seinen Bildern zielt, zwar als gefährdet zu deklarieren, ohne sie jedoch der Verdammnis preisgeben zu wollen.
Opulent mutet diese Bildsprache an, und das ist sie auch, ohne sich jemals in narrativem Pathos zu verlieren. Denn Spreckelmeyer ist ein großer Erzähler tradierter Themen und zeitgenössischer Geschichten, die sich aus leer gemalten und neu konstruierten ikonografischen Fragmenten speisen.

Christiane Dressler


Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag
14.30 bis 18.00 Uhr
und Samstag
12.00 bis 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung



Internetadresse:  www.popartpirat.de

Texte & Bild © Galerie PopArtPirat.

Bitte vergewissern Sie sich bezüglich der Aktualität dieser Informationen beim Veranstalter.


  Weitere Infos: Galerie PopArtPirat

Zeitraum: 20.10.2011 bis 07.12.2011

Adresse:
Springeltwiete 2
20095 Hamburg

AnsprechpartnerIn: Frau Evelyn Drewes
[Galeristin]

Telefon: 0151-11536222
Email:     [email protected]
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag
14.30 bis 18.00 Uhr
und Samstag
12.00 bis 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung


Galerie PopArtPirat

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