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"Chat Jet Malerei < jenseits > ihres Mediums"

Künstlerhaus, Halle für Kunst und Medien / Graz



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Ausstellung in Graz : "Chat Jet Malerei < jenseits > ihres Mediums"



KünstlerIN:
Franz Amann, Ei Arakawa / Nikolas Gambaroff, Monika Baer, Will Benedict, Andy Boot, Jana Euler, Manuel Gorkiewicz, Clemens Hollerer, Alex Hubbard, Michael Krebber, Jutta Koether, Anita Leisz, Lotte Lyon, Birgit Megerle, Chiara Minchio, Ute Müller, Reto Pulfer, Pamela Rosenkranz, Blake Rayne, Gedi Sibony, Reena Spaulings, Lucie Stahl, Cheyney Thompson, Jessica Warboys, Alexander Wolff

Zeitraum: 07.03.2013 bis 05.05.2013

Die Arbeiten der ersten internationalen, thematischen Gruppenausstellung Chat Jet zur Neueröffnung des Künstlerhauses, Halle für Kunst & Medien, widmen sich aktuellen Ansätzen einer Malerei, die man auch als Malerei neben sich oder außerhalb ihres ursprünglichen Rahmens bezeichnen könnte. Ein wesentlicher Strang dieser aktuellen Malereidebatte löst sich vom Keilrahmen und öffnet sich von der Flächigkeit der Leinwand in den Raum hinein, wie es etwa Lotte Lyons Wandarbeit im Foyer des Ausstellungshauses oder Alexander Wolffs lebendige Auseinandersetzung in der Apsis zeigen. Gleichzeitig werden klassische Materialien wie Pigment, Acryl und Leinwand zurückhaltender genutzt, gemalt wird auf allen möglichen Oberflächen und unter Verwendung unterschiedlichster Materialien und "Gründen". Die Idee und nicht die Handwerklichkeit steht im Vordergrund, so veranschaulichen die Arbeiten der Ausstellung von Monika Baer, Michael Krebber oder Andy Boot "die Malerei" kontextbezogen, gerne auch mit humorigen Konnotationen, aber stets abseits ihres Mediums.

So bekannt und beliebt die Fragestellung nach dem "Status quo" der "Malerei" ist, so vielfältig sind die Antworten dieser liebgewordenen "Alten Tante". 1991 meinte dazu etwa Martin Kippenberger: "Einfach ein Bild an die Wand zu hängen und zu sagen, das sei Kunst ist scheußlich. Das ganze Geflecht ist wichtig! (....) Wenn du sagst KUNST, dann gehört alles dazu, was darunter fallen könnte. Das heißt von einer Galerie auch der Fußboden, die Architektur, der Anstrich. Das ist alles genauso wichtig wie das Bild an der Wand selbst." Eine Reihe der Künstler/innen dieser Ausstellung haben Arbeiten aus diesen und ähnlichen Überlegungen, aber mit zeitlich versetztem und noch verfeinertem Medienwissen, erstellt. In Arbeiten der Künstler/innen Will Benedict, Lucie Stahl oder wie in dieser Ausstellung auch von Birgit Megerle, reflektiert sich die Malerei im Medium der Fotografie. Die teilweise medial verdoppelten Bilder werden dabei gerne in erweiterten Zusammenhängen diskutiert, wobei die jeweilige Spezifik der Arbeiten wesentlich ist und kein Aspekt den anderen vordergründig überlagert. Die Künstler/innen spielen dabei auch mit möglichen Veränderungen der eigenen Position in Reaktion auf Entwicklungen und Diskussionen um "die Malerei" bei gleichzeitigem Eingebettetsein in ein weites Netzwerk aus Kollegen, Kuratoren, Kritikern, Galeristen und Sammlern.
Die Ausstellung Chat Jet - Malerei ‹jenseits› ihres Mediums und die darin gezeigten Arbeiten widmen sich jenen Fragen, diesem "Buzz", der auch zu einem performativen Mantra, wie in den Performances von Ei Arakawa, anzuschwellen vermag; "Running painting painting Running Out Painting Painting is Watching."

Ob aus derart performativen Praxen oder mit delegierter Performativität wie im Falle Reena Spaulings und ihrer "Michael"-Serie, ob aus digitalen Strategien wie bei Wade Guyton oder aus sprachtheoretischen Überlegungen wie bei Stefan Sandner, Jana Euler, Arakawa/Gambaroff oder Blake Rayne malerische Rückkoppelungen mit der Leinwand entstehen, Fragen, wie die Malerei auf die Herausforderungen einer zusehends mediatisierten Gesellschaft, die von technologischer Vervielfältigung und einer globalisierten Struktur geprägt ist, reagiert, scheinen viele künstlerische Ansätze der Ausstellung grob zu einen.

Welcher Medien, Strukturen und Oberflächen bedient sich die Malerei aktuell und sind wir gegenwärtig sogar an einem Punkt angelangt, an dem sich das Bild in Fragmente zerteilt? Wie lässt sich Malerei dann noch abgrenzen und festlegen, wenn sie sich diesen größeren medialen Herausforderungen aussetzt bzw. ausgesetzt wird, sogar Allianzen mit einst der Malerei fremden Verfahren voller Effekt aufführt? Kann ihr reflexives Spiel mit ihren eigenen Resten nicht auch auf den Zusammenbruch der Trennungen im Bereich visueller Kultur generell verweisen? Was sind dabei die Bedingungen des Betrachtens? Und abschließend die, die Ausstellung prägende, Frage: Wie und warum Malerei im digitalen Zeitalter?



Internetadresse:  www.km-k.at

Texte & Bild © Künstlerhaus, Halle für Kunst und Medien.

Bitte vergewissern Sie sich bezüglich der Aktualität dieser Informationen beim Veranstalter.


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