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"BEYOND THE SHADOW"

Galerie Sandhofer / Salzburg

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  • Chairs 2019 Wiktor Jackowski, oil on canvas, 60x80 cm
  • The Whirlpool II 2019 Wiktor Jackowski, oil on canvas, 80x120 cm
  • Landscape With A Raft 2019 Wiktor Jackowski, oil on canvas, 80x120 cm
  • Ania and Kazik II, 2018 Wiktor Jackowski, oil on canvas, 60x80 cm
  • Hurdle II, 2019 Wiktor Jackowski, oil on canvas, 30x40 cm
  • Condensation Trails, 2017 Wiktor Jackowski, oil on canvas, 25x30 cm



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Ausstellung in Salzburg : "BEYOND THE SHADOW"



KünstlerIN:
WIKTOR JACKOWSKI

Zeitraum: 13.12.2019 bis 03.03.2020

Seine Biographie spiegelt sich in den abwechslungsreichen Motiven seiner Werke wider. Nach Abschluss seiner akademischen Ausbildung in Krakau und einem Erasmus Jahr an L' École Estienne in Paris sammelte er Erfahrung auf Aruba, um anschließend als Hauptzeichner am den international Preisgekrönten Film "Loving Vincent" mitzuwirken. 2016, 2017 lebte er in Athen/Griechenland, wo er in der griechischen Filmindustrie seine Erfahrungen und Wissen als Teamleiter weitergab, später folgte ein Aufenthalt in NY.

Die Arbeiten von Wiktor Jackowski sind wie Momente, die im Kamerabild eingefangen wurden. Es sind flüchtige Augenblicke, die vielleicht nie wieder wiederkommen werden, aber vielen anderen ähnlich sind. Ihre Einzigartigkeit liegt darin, dass sie von der Umwelt isoliert wurden und ihnen das volle Recht gegeben wurde, mit ihrer Form und Bedeutung in Resonanz zu treten. In die Welt von Schatten und Licht, Leere und Fülle entführt uns der Künstler während der Ausstellung "Beyond The Shadow" in der Galerie Sandhofer.

Jackowski ist ein scharfer Beobachter der Realität. Er porträtiert ein einzelnes Element oder Phänomen, schließt es aus der natürlichen Umgebung aus, um es genauer anzuschauen und es dann der Reaktion des Betrachters auszusetzen. Diese mit urbanem Stadt-Gewebe oder mit der Natur verschmolzenen Elemente sind ein Teil unseres Alltags. Täglich beachtet sie niemand, sie sind wie unsichtbar in der Hektik des Lebens, so offensichtlich und prosaisch, dass es sich nicht lohnt Zeit zu verschwenden um sie zu bemerken. Kaum Einer fragt sich, ob jemand gerade vor Kurzem auf einem jetzt leeren Stuhl saß, niemand sieht die hoch über den Köpfen schwebende Fahnen, und eine Werbetafel kann nur durch das Anzeigen heller, banaler Anzeigen auffallen.

Der Titel "Jenseits des Schattens" im Kontext von Jackowskis Werken kann auf mehreren Ebenen interpretiert werden. Jenseits des Schattens, d. h. jenseits des Unbekannten, das in der Regel immer die Unsicherheit erhöht. Sowohl vor als auch hinter dem Schatten sollte Licht sein. Dieses Licht wird hier durch Erleuchtung symbolisiert - das Verstehen der Tiefe alltäglicher Ereignisse oder die Bedeutung der Objekte, die uns umgeben. Nichts, was wir auf den ersten Blick sehen, ist das, was es scheint zu sein. Alles entgeht einer eindeutigen Klassifikation. Das auf den Titel bezogene aus dem Schatten-Treten, enthüllt die wahre Bedeutung der Phänomene und entfernt sie von der "zufälligen" Hülle.

Der Zaun auf einem der Bilder ist nicht nur ein Zaun. Er ist ein Objekt, das wir jeden Tag ignorieren oder uns ärgern, weil es unseren Weg blockiert. Für Kinder ist es jedoch ein Spielzeug - man kann darüber springen, sich daran festhalten, versuchen, sich durch schmale Balken zu quetschen oder es als Tor bei einem Ballspiel verwenden. In Jackowskis Gemälde als Relikt des Alltags dargestellt, führt es uns zu Achtsamkeit, dazu in uns selbst zu gehen und eine Position zu beziehen. Wichtig wird, was unausgesprochen und unsichtbar ist. Der Künstler wird nicht nur zum Schöpfer des Bildes auf der Leinwand sondern auch zum Initiator unserer Gedanken.

Manches des Gezeigten korrespondiert mehr, manches weniger mit unseren eigenen Erfahrungen. Das Bild von Fahnen wird in uns bestimmte Emotionen hervorrufen, die sich völlig von denen unterscheiden, die beim Anblick eines brennenden Gebäudes oder bei Bildern mit Seifenblasen entstehen. Der Autor versucht, Gefühle, die selten in uns auftauchen, auf diese Weise auf die Oberfläche zu befördern. Er konfrontiert uns mit unseren reinen Gedanken oder Reflexen. Er ist wie ein Psychologe, der mit ihm bekannten Mitteln den Patienten ermutigt zu assoziieren - durch das Bild entsteht eine spezifische Verknüpfung, die manchmal mit unterschiedlichen Sinnen empfangen wird. Das in seinem Werk dargestellte Element wird zum Symbol unserer Erfahrung.

Ein hervorragendes visuelles Beispiel für das Greifen in die Tiefe, das metaphorische Verlassen der Dunkelheit in das Licht, ist das Gemälde "Burning Building II". Der sichtbare Teil des Gebäudes ist in Rauch gehüllt und man hat den Eindruck, dass es bald fallen wird. Von außen sehen wir jedoch nicht die Fundamente, die das Feuer bedeckt und sich ausbreitet, wie die Wurzeln von Bäumen, die tief in die Erde hineinwachsen.

Die Themen der Arbeiten sind sehr unterschiedlich - vom Stillleben über Landschaften, elementare Aktivitäten, urbane Szenen bis hin zu figurativen Performances. Bemerkbar ist das Interesse des Künstlers an optischen Phänomenen wie Blitz, Explosion, Straßenbeleuchtung. Der Titel der Ausstellung "Beyond the Shadow" findet hier seine zweite, buchstäbliche Interpretation. Licht als Symbol der Renaissance ist hier einfach ein Ausweg aus der Dunkelheit, übrigens ist es ein interessanter, auffälliger und Aufmerksamkeit erregender malerischer Griff.

Wiktor Jackowski drückt sich am liebsten mit Ölfarben auf Leinwand aus. Deutlich ist seine Vorliebe für das Spiel mit Licht und Schatten, wo die Dominante der gesamten Aufführung auf einen starken, hellen Farbfleck gerichtet ist. Außer diesem Akzent sind die Farbtöne eher gedämpft. Das Thema des Bildes scheint dank der begrenzten künstlerischen Mittel besser verständlich zu sein.

Das verwendete Hell-Dunkel kontrastiert deutlich mit flachen Farbflecken. Ein solches Verfahren verleiht den Aufführungen einen etwas abstrakten und manchmal sogar symbolischen Ausdruck. Der Künstler differenziert gerne den Untergrund. Der Hintergrund wird normalerweise glatt mit breiten Strichen und einem flach geführten Pinsel gemalt. Das Schlüsselelement der Darstellung ist, wie oben erwähnt, ein weißer farbiger Fleck oder dicker aufgelegte Farbe, wie im Fall der Bildes 'Burning Building III'.

"Chairs II", die scheinbare Leere mit tiefem Inhalt verbinden, kündigen die Ausstellung perfekt an. Sich gegenüberstehend, warten sie möglicherweise darauf, dass jemand auf ihnen Platz für eine wichtige Diskussion einnimmt. Oder vielleicht sind die Gesprächspartner einfach gerade von ihnen aufgestanden, wobei jeder seinen eigenen Weg, mit immer noch frischen Reflexionen gegangen ist.

Wiktor Jackowskis Malerei besitzt eine große psychologische Dimension. Sie konfrontiert uns mit unseren Erlebnissen und erlaubt uns nicht, den Blick von dem Objekten abzuwenden, denen er individuellen Raum gegeben hat. Seine Bilder werden nicht nur angeschaut. Man erlebt und fühlt sie. Sie sind vor allem ein Katalysator für die Magie, die in uns geschieht.

Zandra Zagajna


Öffnungszeiten:
Vernissage am 13.12.2019 um 19:00, Mo - Fr nach telefonischer Vereinbarung



Internetadresse:  http://www.galerie-sandhofer.com



Bitte vergewissern Sie sich bezüglich der Aktualität dieser Informationen beim Veranstalter.


  Weitere Infos: Galerie Sandhofer

Zeitraum: 13.12.2019 bis 03.03.2020

Adresse:
Nonntaler Hauptstraße 50
5020 Salzburg

AnsprechpartnerIn: Frau Kasia Sandhofer
[Galerie Leitung]

Telefon: +43-650-7283828
Email:     [email protected]
Öffnungszeiten: Vernissage am 13.12.2019 um 19:00, Mo - Fr nach telefonischer Vereinbarung


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