"Àdùnní Olórì?à"
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Susanne Wenger, M?rèmi, Odùduwà steigt vom Himmel, 1959 àdìr? Kassavastärkebatik 200 × 391 cm Courtesy Susanne Wenger Foundation, Krems Foto: © Martin Bilinovac
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Susanne Wenger, M?rèmi, Odùduwà steigt vom Himmel, 1959 àdìr? Kassavastärkebatik 200 × 391 cm Courtesy Susanne Wenger Foundation, Krems Foto: © Martin Bilinovac
Ausstellung in Graz : "Àdùnní Olórì?à"
Künstler: Susanne Wenger
Zeitraum: 07.02.2025 bis 19.04.2025
Eröffnung: 6.2.2026, 18:00-21:00 Uhr
Die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs - ihr Widerstand gegen den Nationalsozialismus und insbesondere die Ermordung befreundeter Künstler:innen wie Karl Drews und Herbert Eichholzer- prägten Susanne Wengers künstlerische Entwicklung nachhaltig. Aus diesen Erlebnissen heraus entwickelte sie eine transzendente, mythologisch aufgeladene Formsprache. Nach ihrer Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und einem Aufenthalt in Paris reiste sie im Jahr 1950 mit dem Linguisten und damaligen Ehemann Ulli Beier nach Nigeria. Nach Stationen in den Städten Ìbàdàn, ?d? und Ìlóbùú lebte sie bis zu ihrem Tod fast sechzig Jahre lang als Künstlerin und Òrì?à-Priesterin der Yorùbá-Religion in Ò?ogbo. Dort schuf sie in den heiligen Hainen am Fluss ?`?un gemeinsam mit der Gruppe New Sacred Art Movement monumentale Skulpturen und Schreine, die den spirituellen Ort mit einem Gesamtkunstwerk verbanden. Seit 2005 werden die Sacred ?`?un Ò?ogbo Groves als UNESCO Weltkulturerbe geführt. Mit ihrer Beteiligung an der von Adriano Pedrosa kuratierten Venedig-Biennale 2024 erfährt Wenger nun vermehrt die internationale Anerkennung, die ihr zusteht - mit Ausstellungsbeteiligungen in Institutionen wie der Tate Modern, dem Haus der Kunst München oder dem Museum of Contemporary Art Belgrade, während die Rezeption in Österreich bislang vergleichsweise etwas verhalten blieb.
Nach mehr als zwanzig Jahren kehrt Susanne Wengers Werk nun mit der Ausstellung Àdùnní Olórì?à nach Graz und in jenes Haus zurück, in dem ihr noch zu Lebzeiten 2004 eine Ausstellung gewidmet und das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark für ihr Lebenswerk verliehen wurde, und in Folge das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. In Zusammenarbeit mit der sich um die Bewahrung ihres Werkes verdienstvoll einsetzenden Susanne Wenger Foundation in Krems präsentiert die HALLE FÜR KUNST Steiermark in einer sorgsam zusammengestellten Auswahl das facettenreiche Œuvre der Künstlerin. Neben beeindruckenden Batiken werden auch ausgewählte Malereien und Zeichnungen gezeigt. Hervorzuheben sind ihre frühen Buntstiftzeichnungen Traumgesichte, die 1943/44 während des Krieges in Wien entstanden. Diese von übergroßen Insekten und einem monströsen Hasen bevölkerten Bildwelten bewegen sich zwischen Traum und Albtraum und spiegeln eine innere Auseinandersetzung mit Angst, Ohnmacht und psychischer Bedrängnis wider.
Im Zentrum der Ausstellung stehen jedoch Wengers großformatige Textilarbeiten - farbintensive Batiken, die Mythen von Schöpfung, Tod, Opfer und Wiedergeburt vereinen. Seit den 1970er-Jahren entwickelte Wenger eine eigenständige Technik, die Elemente von Batik, Textilmalerei und Indigofärbung zu einem ?"spontanen Fluss" verbindet. Diese detailreichen Wachsbatiken, von ihr als textile cloth paintings bezeichnet, zeichnen sich durch besondere Ausdruckskraft aus. Den späteren Arbeiten gingen die sogenannten àdìr?-Batiken aus den 1950er- und 1960er-Jahren voraus, die auf einer traditionellen Yorùbá-Technik basieren und mit natürlich gewonnenem Indigo gearbeitet sind. In ihnen wird die Verbindung zwischen europäischer Moderne und der Mythologie des Yorùbá-Kulturkreises deutlich - einem zentralen Bezugspunkt ihres Schaffens. Wengers Batiken verknüpfen Yorùbá-Symbole mit einer abstrakt-organischen Formsprache. Charakteristisch sind fließende Linien, rhythmische Kompositionen und natürliche Farbtöne wie Indigo, Braun, Ocker und Rot, die eine tiefe Verbundenheit mit den spirituellen Kräften der Erde ausdrücken. Dabei sind ihre Textilarbeiten weit mehr als dekorative Stoffe: Ihre Motive verweisen auf die Òrì?à, die Gottheiten der Yorùbá-Religion, und entfalten ein reiches, narrativ verflochtenes Bildgefüge.
Neben der eindrucksvollen Präsentation der Textilarbeiten zeigt die Ausstellung auch Malereien aus späteren Jahren. Nach einer längeren Pause wandte sich Wenger Mitte der 1960er-Jahre wieder der Ölmalerei zu. In ihrer Serie Icons of Great Sadness (1993-1995) suchte sie mit ihrer Kunst eine Erweiterung der Realität und eine Transformation des gesellschaftlichen Bewusstseins. In diesen Gemälden verschmelzen Figuration und Abstraktion; Raum und Zeit scheinen aufgehoben, während sich zugleich Einblicke in ihr inneres Erleben eröffnen.
In Nigeria war Susanne Wenger als Àdùnní Olórì?à bekannt - ein Ehrenname aus der Yorùbá-Kultur. Der Name Àdùnní bedeutet ?"diejenige, die man gerne um sich hat", Olórì?à bezeichnet eine in die Gottheiten Òrì?à Eingeweihte. Diese Anrede würdigt Wengers enge spirituelle Verbindung zur Gottheit ?bàtálá und ihre herausragende Rolle als Künstlerin und Priesterin im kulturellen Leben von Ò?ogbo. Die Ausstellung lädt dazu ein, das tiefgründige Werk und beeindruckende Leben von Susanne Wenger beziehungsweise Àdùnní Olórì?à neu zu entdecken - als künstlerisches und spirituelles Vermächtnis von beeindruckender Aktualität.
Kuratiert von Sandro Droschl
Öffnungszeiten:
Dienstag-Sonntag 11:00 bis 18:00 uhr
Internetadresse: http://https://halle-fuer-kunst.at
Texte & Bild © Halle für Kunst.
Bitte vergewissern Sie sich bezüglich der Aktualität dieser Informationen beim Veranstalter.
Weitere Infos: Halle für Kunst
Zeitraum: 07.02.2025 bis 19.04.2025
Adresse:
Burgring 2
8010 Graz
Email: [email protected]
Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 11:00 bis 18:00 uhr
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02.05.2026 bis 08.11.2026 in Ulm
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Weitere Infos: kunsthalle weishaupt
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"KOLLWITZ Ausgewählt."
Weitere Infos: Kollwitz Museum Köln
24.03.2026 bis 30.12.2026 in Nürnberg
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Weitere Infos:
"Hunt Slonem - Neue Arbeiten 2026 Bunnies Birds and Butterflies - Dallas Flower Show"
Weitere Infos: FRANK FLUEGEL GALERIE
26.01.2026 bis 31.12.2026 in Nürnberg
FRANK FLUEGEL GALERIE mit Standorten in Kitzbühel/Österreich und Nürnberg/Deutschland hat im Januar 2026 neue original Arbeiten von Andy Warhol hereinbekommen. Dies geschieht parallel zur in Qatar stattfindenden Art Basel. Alle Kunstwerke sind natürlich signiert und nummeriert. Die Campbell Soup Serie zählt bei Sammlern zu den beliebtesten Mo...
Weitere Infos:
"Andy Warhol Cambells Soup Vegetarian Vegetable | FRANK FLUEGEL GALERIE"
Weitere Infos: FRANK FLUEGEL GALERIE
26.01.2026 bis 31.12.2026 in Nürnberg
FRANK FLUEGEL GALERIE is proud to present Art Basel 2026 Qatar - Edition | Curated Show, a special exhibition staged in parallel with the inaugural Art Basel Qatar. Taking place at the gallery's Nürnberg space, this curated presentation brings together a distinguished selection of original works by internationally celebrated artists Alex Katz, Andy...
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"Art Basel 2026 Qatar - Edition | Curated Show at Frank Fluegel Galerie"
Weitere Infos: FRANK FLUEGEL GALERIE
26.01.2026 bis 31.12.2026 in Nürnberg
Nürnberg/Kitzbühel/Los Angeles im Januar 2026. In Los Angeles hat das Mr. Brainwash Art Museum wie geplant nach vier Jahren seine Pforten geschlossen. Im Februar eröffnet erstmals die Art Basel Qatar ihre Tore. Gleichzeitig hat FRANK FLUEGEL GALERIE bereits eine der begehrten Vandalized Canvas Kunstwerke von Mr. Brainwash in der Präsentation. Di...
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"Mr. Brainwash | 2026 Vandalized Canvas Balloon Girl - Beautiful Girl"
Weitere Infos: FRANK FLUEGEL GALERIE
08.04.2026 bis 20.01.2027 in Nürnberg
Karlsruhe, Nürnberg, Kitzbühel, April 2026 Der deutsche Bildhauer Stephan Balkenhol hat im April 2026 zwei neue Bronzeskulpturen veröffentlicht. Der Titel der Skulpturen ist "Mann mit weißem Hemd und schwarzer Hose 2026" und "Venus 2026". Beide sind 68 cm hoch und in einer Auflage von 30 Exemplaren erschienen. Die beiden Bronzeskulpturen sind b...
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"Stephan Balkenhol neue Bronzeskulpturen 2026 erschienen - Mann mit weißem Hemd und schwarzer Hose - Venus | FRANK FLUEGEL GALERIE"
Weitere Infos: FRANK FLUEGEL GALERIE
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"Alex Katz The Gathering - neue Edition erschienen | FRANK FLUEGEL GALERIE"
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Weitere Infos: Museum Ludwig
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