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"SUH Yongsun - the painter 서용선"

galerie son / Berlin



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Ausstellung in Berlin : "SUH Yongsun - the painter 서용선"



KünstlerIN:
SUH Yongsun | 서용선

Zeitraum: 29.04.2011 bis 30.07.2011

Die galerie son zeigt von Mai bis Juli 2011 einen der bedeutendsten koreanischen Künstler der Gegenwart, SUH Yongsun, dessen Solo-Ausstellung am 30. April um 19 Uhr aus Anlass des Gallery Weekend Berlin eröffnet wird.

Das Werk des 1951 in Seoul geborenen Suh war in unzähligen Ausstellungen in Korea und Japan sowie auch in Frankreich und Amerika zu sehen. Suh wurde 2009 vom koreanischen National Museum of Contemporary Art zum Künstler des Jahres gewählt. Von 1986 bis 2008 war er Dozent am Fachbereich für Bildende Kunst der Seoul National University, an der er studiert hatte. Auslandsaufenthalte führten ihn 1995 nach Vermont in den USA und nach Melbourne, Australien. Eine besondere Beziehung besteht zu Deutschland: Er verbrachte 2001 im Rahmen einer Gastprofessur längere Zeit in Hamburg. Seine Reisen führten ihn auch nach New York und Berlin, Städte, die seine Malerei prägten.

Eines seiner Lieblingsthemen ist der Großstadtmensch in der Tradition des deutschen Expressionismus. Die latent bedrohliche Atmosphäre, das scheinbar Naive, "Primitive" und Ursprüngliche seiner Malerei werden von ihm benutzt, um vereinsamte Menschen zu zeigen, die in der Großstadt herumirren und sinnlos gefangen sind. So malt der Künstler mit besonderer Vorliebe U-Bahn-Szenen, in denen sich zerbrechliche Menschen, die Underdogs der Gesellschaft, in die Stahladern einer Stadt begeben, um schnell von Ort zu Ort transportiert zu werden. Zugleich scheinen sie permanent auf ein anderes Leben zu warten.

Die Gesichter wirken anonym und emotionslos wie die der Demoiselles d'Avignon von Picasso oder die der Gemälde Kirchners und Schmidt-Rottlufs. Die maskenähnlichen Gesichter der Porträtierten weisen zwar meistens keine individuellen Züge und keine konkrete Ähnlichkeit auf, gerade dadurch erlauben aber dann die Gemälde einen tieferen Einblick in ihre Emotionen zu, mit einer Wucht, die der von Francis Bacon vergleichbar ist.

Die harte Stadtwelt aus U-Bahn-Schächten, Bus-Haltestellen und kleinen Lokalen, in denen Hinweisschilder als einziges Element eine Zuordnung zu Orten des Geschehens wie New York und Berlin ermöglichen, sind in roher und expressiver Manier gemalt, ähnlich der rauhen Oberfläche seiner Holzskulpturen.

Der Mensch als Opfer der Gier nach Macht, der Gewalt, des Strudels von Politik und Zeitgeschehen wird auch in einer Reihe von Gemälden thematisiert, die die politischen Intrigen um den König Danjon aus der Joseon Dynastie aufgreifen und damit politische Hinweise auf die Gegenwart liefern. Der zwölfjährige König wurde von einem Rivalen abgesetzt und ermordet, und viele Legenden ranken sich um diese tragische Figur der koreanischen Geschichte.

Die galerie son wird auch Bilder zu Berlin zeigen, einer Stadt, die den Künstler stark berührt hat, da die Stadtgeschichte in ihrer Teilung in Ost und West ihm stärker als in Seoul selbst die Teilung Koreas wieder ins Bewußtsein brachte.

In seinen Selbstporträts leuchten oft Suhs Augen und auch er selber rot, dort verrät er sich als ein leidenschaftlicher Beobachter seiner Mitmenschen, der an die Macht der Malerei glaubt, den Finger in gesellschaftliche Wunden zu legen und diese in Bildern anzuzeigen, die in Sujet, Technik und Format höchste visuelle Prägnanz erreichen.


Verena Alves-Richter


english:

From April 29th to July 30th 2011 galerie son will be showing one of the most renowned artists of present day Korea, SUH Yongsun. The official opening will take place on April 30th at 7 PM, but the paintings can be seen already on the previous day, on occasion of the Gallery Weekend Berlin.

The work of Suh Yongsun, a painter born in 1951 in Seoul, has been seen on countless exhibitions, specially in Korea and Japan, as well as in France and the USA. On 2009 Suh was elected Artist of the Year by the National Museum of Contemporary Art in Korea. Between 1986 and 2008 he was a Lecturer at the Department of Fine Arts at the Seoul National University, where he had studied. In 1995 he spent the year abroad in Vermont in the USA and in Melbourne in Australia. He has a special relationship to Germany, where he was a guest lecturer in 2001 in Hamburg. His travels took him to New York and Berlin, two towns which particularly marked him in his painting.

One of his favorite themes is the city dweller in the tradition of German Expressionism. The latent dangerous atmosphere, the seemingly naive and primitive qualities of his painting are used by him to show lonesome people, caught in the web of a metropolis, in a meaningless plight. The artist particularly likes to depict scenes taking place in the subway, in which simple and fragile people, the underdogs of society, enter the steel arteries of a city to be carried in a velocity that surpasses their power of recognition. Often depicted while waiting, they seem at the same time to expect some other life.

The faces look bleak and anonymous as those found in the Demoiselles d'Avignon by Picasso or in the paintings of Kirchner and Schmidt-Rottluf. The mask-like faces of the portrayed usually don't show individual traits and a particular similitude, but that is perhaps the reason why they allow the paintings to convey the depth of their emotions which such a tremendous impact, which is comparable to that of Francis Bacons portraits. Also because the urban life depicted, composed of subway and bus stations, little bars and simple restaurants, is painted in a very raw and expressive manner, with a surface recalling the rough wood Suh uses in his sculptures. Only signs with a few words on them allow us to locate the scenes and assume they were inspired by such cities as New York and Berlin, amongst others.

Mankind as a victim of the lust for power, violence, the turmoil of politics and historical events is also the subject of an impressive series of paintings depicting the political intrigues and incidents in the life of king Danjon of the Joseon Dinasty, hinting at present events. The twelve year old king was brutally murdered by a rival, and a lot of legends surround this tragic figure of Korean history.

galerie son will also show paintings of Berlin, a town which moved the artist very much, as the separation between East and West was there so obviously to be seen and brought him the traumatic division of his home country more to light than even in Korea itself.

In his selfportraits, the artist's eyes are glowing in intense red, as his body sometimes also does. There Suh betrays himself as the ardent observer of mankind he is, believing in the power of Art to bring up hidden social and political issues, and revealing them in paintings that in subject matter, in technique and in size attain the highest visual incisiveness.


Verena Alves-Richter




mit freundlicher Unterstützung durch art'otels



Öffnungszeiten:
Di - Sa 11-18 Uhr

Sonderöffnungszeiten zum Gallery Weekend Berlin 2011:
Fr, 29.4. und Sa, 30.4. 11-21 Uhr und So, 1.5. 11-19 Uhr.



Internetadresse:  www.galerie-son.com

Texte & Bild © galerie son.

Bitte vergewissern Sie sich bezüglich der Aktualität dieser Informationen beim Veranstalter.


  Weitere Infos: galerie son

Zeitraum: 29.04.2011 bis 30.07.2011

Adresse:
Mauerstr. 80
10117 Berlin

Telefon: 0049(0)30 537 997 03
Email:     [email protected]
Öffnungszeiten: Di - Sa 11-18 Uhr

Sonderöffnungszeiten zum Gallery Weekend Berlin 2011:
Fr, 29.4. und Sa, 30.4. 11-21 Uhr und So, 1.5. 11-19 Uhr.


galerie son

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