"post-digitalism on the make"
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Pe Lang random | nº 3 2019 Motor, aluminum, cord, various mechanical parts 93 x 52 x 52cm
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Pe Lang random | nº 3 2019 Motor, aluminum, cord, various mechanical parts 93 x 52 x 52cm
Ausstellung in Berlin : "post-digitalism on the make"
Künstler: Pe Lang
Zeitraum: 27.04.2019 bis 15.06.2019
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Pe Lang
post-digitalism on the make
Opening on Saturday, April 27th, 7 pm
Galerie Mazzoli is proud to present "post-digitalism in the make", the new solo exhibition by Swiss artist Pe Lang.
Pe Lang creates kinetic systems that provoke questions as to their mechanisms of action, reaching beyond pure contemplation to trigger insight. On a formal level, these installations can be connected to the tradition of abstract geometric art wherein the artist aims for the greatest possible simplicity and clarity on the structural level.
Their visual formula is often similar to that of a monitor screen by virtue of being framed and hung as objects on a wall. Yet the differences are significant and important. With Pe Lang, we are not looking at surfaces that hide the technical machinery of image generation behind them, but instead, at the actual structures of a materiality from which the functionality of the machine directly emerges. The structural elements are not ornamentally embellished with Pe Lang. The underlying principle of each of his works is, in fact, a maximal minimalism that reduces things to their functional skeleton. The forces at work within are designed for surprise, even enchantment, yet at the same time, no magic or illusion techniques are at play, but rather, the laying bare of intrinsic mechanisms of action. This always concerns not only the creation of a visual event, but also the generation of noises and sounds that belong to the aesthetic experience of the constructs.
In a long series of experiments, the artist tested the physical characteristics of the material and the effects of mass, gravity, friction, magnetism, or wave interferences. What inevitably comes to mind in Pe Lang is the association with a mechanical watchmaker, whose profession consists in creating a perfectly aligned system of gears, not least of which involves controlling the forces of friction and the correct adjustment of the so-called balance wheels and escapements.
Yet Pe Lang's works neither serve as timekeepers nor as signal generators. The "clockwork" has no purpose other than the visual and acoustic interaction with the observers. Upon closer look, one recognizes that Pe Lang has embedded a kind of self in the choreography of mechanical movements. This "spirit of the machine" is responsible for small irregularities, ostensible abnormalities, that intentionally disrupt the mechanical processes prescribed by the artist-engineer* and that contribute to the impression of an organic intentionality or even intelligence of his devices. For instance, in the works with the rotating, partly overlapping polarizing filters, Pe Lang varies both the elasticity of the drive belts as well as the diameter of the axes, so that the pattern created by the gradations of the filter constantly changes, never repeats and, in effect, breathes.
In Pe Lang's art works, a clear counterposition to the digital, to the disembodied and ephemeral, is palpable. They are based on a solid understanding of physical laws and principles. But they are equally based on the knowledge and practice of a cyberneticist who is literate with algorithms, i.e., writing programming code. AI research is not about the creation of some sort of artificial consciousness. Intelligence can work without recognizing itself. AI systems such as those that will, in the near future, drive our cars, are complex interactive instruments onto which we automatically focus projections of humanization. In this sense, the grace and mysterious beauty of Pe Lang's kinetic artworks are likewise based on our collaboration as observers.
Marc Wellmann, 2019
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Pe Lang
post-digitalism in the make
Eröffnung am Samstag, 27. April, 19 Uhr
Galerie Mazzoli freut sich, die neue Einzelausstellung des Schweizer Künstlers Pe Lang "post-digitalism on the make" zu präsentieren.
Der Schweizer Künstler Pe Lang erschafft kinetische Systeme, die über ihre reine Anschauung hinaus auch Fragen nach ihren Wirkmechanismen provozieren, mithin Erkenntnis stiften. Es sind Installationen und Skulpturen, die sich auf formaler Ebene mit der Tradition der abstrakt-geometrischen Kunst verbinden lassen und bei denen der Künstler auf konstruktiver Ebene eine größtmögliche Einfachheit und Klarheit erstrebt.
Ihr visuelles Schema ist häufig dem eines Bildschirms ähnlich, unter anderem durch die Rahmung und Wandhängung der Objekte. Doch die Unterschiede sind gravierend und entscheidend. Bei Pe Lang schauen wir nicht auf Oberflächen, hinter denen technische Apparaturen der Bilderzeugung versteckt sind, sondern auf Strukturen einer Materialität, aus der die Funktionalität des Apparats unmittelbar hervorgeht. Es gibt bei Pe Lang keine ornamentale Verbrämung konstruktiver Elemente. Das tragende Prinzip jeder seiner Arbeiten ist ein gleichsam maximaler Minimalismus, der die Dinge auf ihr funktionales Skelett reduziert. Die darin wirkenden Kräfte sind auf Verblüffung, ja Verzauberung angelegt, doch es herrscht dabei eben keine Trick- oder Illusionstechnik, sondern eine Bloßlegung von intrinsischen Wirkmechanismen. Dabei geht es immer wieder nicht nur um die Erzeugung eines visuellen Ereignisses, sondern zugleich um die Hervorbringung von Geräuschen und Klängen, die zur ästhetischen Erfahrung der Gebilde dazugehören.
In langen Versuchsreihen erprobte der Künstler die physikalischen Eigenschaften des Materials und die Wirkungen von beispielsweise Masse, Gravitation, Reibung, Magnetismus oder Welleninterferenzen. Die Assoziation eines mechanischen Uhrmachers, dessen Beruf in der Erzeugung eines perfekt aufeinander abgestimmten Räderwerks besteht, wobei es nicht zuletzt um die Beherrschung von Friktionskräften und die richtige Einstellung von sogenannten Unruhen und Hemmungen geht, lässt sich bei Pe Lang nicht vermeiden.
Aber Pe Langs Arbeiten dienen weder der Zeitmessung noch als Signalgeber. Das "Uhrwerk" hat keinen Zweck außer der visuellen und akustischen Interaktion mit den Betrachtenden. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass Pe Lang in die Choreografie der mechanischen Bewegungen eine Art Selbst eingepflanzt hat. Dieser "Geist der Maschine" ist verantwortlich für kleine Unregelmäßigkeiten, vermeintliche Abnormalitäten, die vom Künstler-Ingenieur* vorgegebene mechanische Abläufe bewusst stören und zum Eindruck einer organischen Intentionalität oder gar Intelligenz seiner Apparate beitragen. Beispielsweise variiert Pe Lang bei den Arbeiten mit den rotierenden, sich teilweise überlagernden Polarisationsfiltern sowohl die Elastizität der Antriebsriemen als auch den Durchmesser der Achsen, sodass sich das von den Gradierungen der Filter erzeugte Muster ständig ändert, nie wiederholt und gleichsam atmet.
In Pe Langs Kunstwerken ist eine klare Gegenposition zum Digitalen, zum Körperlosen und Ephemeren, spürbar. Sie beruhen auf einer fundierten Kenntnis physikalischer Gesetzmäßigkeiten und Prinzipen. Aber sie beruhen genauso auf dem Wissen und der Praxis eines Kybernetikers, der sich mit der Algorithmen bzw. dem Schreiben von Programmcodes auskennt. Bei der KI-Forschung geht es nicht um die Erzeugung irgendeiner Art von künstlichem Bewusstsein. Intelligenz kann wirken, ohne sich selbst zu erkennen. KI-Systeme wie jene, die in naher Zukunft unsere Autos steuern werden, sind komplexe interaktive Instrumente, auf die wir reflexhaft Projektionen der Vermenschlichung richten. Die Anmut und geheimnisvolle Schönheit von Pe Langs kinetischen Bildwerken beruht in diesem Sinne ebenso auf unserer Mitwirkung als Betrachtende.
Marc Wellmann, 2019
Öffnungszeiten:
Di-Sa 13-18 Uhr und nach Vereinbarung
Internetadresse: www.galeriemazzoli.com
Texte & Bild © Galerie Mazzoli GmbH.
Bitte vergewissern Sie sich bezüglich der Aktualität dieser Informationen beim Veranstalter.
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Zeitraum: 27.04.2019 bis 15.06.2019
Adresse:
Eberswalder Str. 30
10437 Berlin
AnsprechpartnerIn: Lisa Janke
[Galerieassistentin]
Telefon: 017670053122
Email: [email protected]
Öffnungszeiten: Di-Sa 13-18 Uhr und nach Vereinbarung
Galerie Mario Mazzoli
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Weitere Infos: Museum Ludwig
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"XOOOOX - Liza neue Street Art Edition veröffentlicht"
Weitere Infos: FRANK FLUEGEL GALERIE
Dauerausstellung
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"Hunt Slonem - Bunniey Birds and Butterflies"
Weitere Infos: FRANK FLUEGEL GALERIE
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