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Ausstellung in Berlin : "Some USA Stories"



KünstlerIN:
Fabian Marcaccio

Zeitraum: 06.07.2013 bis 24.08.2013

Am Freitag, den 5. Juli eröffnet die Galerie Thomas Schulte eine Einzelausstellung mit neuen Rope Paintings von Fabian Marcaccio aus dem noch nicht abgeschlossenen Zyklus Some USA Stories, von denen der Künstler 2012 in seiner Einzelausstellung eine große Gruppe im Museum Haus Esters in Krefeld zeigte.
Der 1963 in Argentinien geborene und seit 1986 in New York lebende Künstler Fabian Marcaccio beschäftigt sich mit der Befragung und Erweiterung des Begriffs des klassischen Ge-mäldes im digitalen Zeitalter. Bekannt wurde Marcaccio in den frühen 1990er Jahren für seine Serie The Altered Genetics of Painting, welche die Natur des Tafelbildes sowohl inhaltlich als auch formal entgrenzte. In einer Wortverschmelzung aus painting und mutant prägte Marcaccio den Begriff des paintant, der traditionelle Malerei mit anderen Medien zusammenführt. Als einer der ersten Künstler begann Marcaccio mit seinen Environmental Paintings digitale Malerei und industrielle Drucktechniken zu nutzen und mit räumlichen und zeitlichen Aspekten zu verbinden.
Nach seinen vorwiegend mithilfe digitaler Bildbearbeitung entwickelten Arbeiten versteht Marcaccio seine Rope Paintings als eine Neuverortung und Neudefinition des malerischen Mediums. Die herkömmlichen Elemente eines Gemäldes werden vom Künstler analysiert und neu interpretiert - angefangen vom groben Holzspannrahmen über den handgewebten Malgrund aus Seilen bis zu dem verschiedenartigen Auftrag und Gebrauch von Farbe. So trägt er zunächst Ölfarbe und Alkyd beidseitig auf eine Netzstruktur auf, die aus Hanf- und Kletterseilen auf einen Keilrahmen gewebt ist, wobei die Maschenbreite bereits auf das spätere Motiv ausgerichtet ist. Vorgefertigte Elemente, wie durch 3-D Druck erzeugte Partien, dreidimensionale Applikationen aus farbigem Silikon oder mit einer Fließpresse gewonnene, plastisch hervortretende Farbschlieren, die an monumentale Pinselstriche erinnern, werden von Marcaccio in die Komposition eingear-beitet.
Mit seinem Bilderzyklus Some USA Stories versucht Fabian Marcaccio, das zeitgenössische Historienbild als eine Art investigative Darstellung von sowohl historischen Ereignissen als auch der Natur der Malerei an sich neu zu begreifen. Auf der Suche nach neuen Bildformen entwickelt er eine kritische und konfrontierende Ästhetik weiter, die sich in einer Tradition mit Goya, Gerhard Richters Serie Oktober 18, 1977 oder Leon Golubs Mercenaries betrachten lässt. So zeigt die Arbeit Lorraine Motel etwa den Balkon des Hotels, auf dem der amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King erschossen wurde. Das bildliche Modell erlaubt es dem Betrachter, beinahe durch die gewebte Leinwand hindurch zu schreiten. Licht und Schatten, Form und Ausdruck verdichten sich am Schauplatz des drama-tischen Ereignisses.
Die kritische Auseinandersetzung mit seiner Wahlheimat und die Schattenseiten der Weltmacht USA stehen auch im Mittelpunkt der Arbeit Transport, welche die Überführung von Häftlingen durch private amerikanische Militärunternehmen zum Thema hat. Schattenhafte Figuren tauchen aus dem Malgrund auf und verschwinden wieder, ähnlich wie die militärischen Black Sites, ein Netzwerk von geheimen US-Militärgefängnissen, in denen verdächtige Personen außerhalb der USA rechtwidrig festgehalten werden können. Ihr umstrittener rechtlicher Status findet seine bildliche Entsprechung in der Darstellung, die für den Betrachter nicht fassbar ist. In Militia Family bezieht sich Marcaccio auf die Milizbewegung in den USA. Mit überwuchernden Camouflage-Pinselstrichen zeigt der Künstler hier in einem banal wirkenden Familienporträt Mitglieder der Michigan Miliz, einer militanten Gruppe, die im Mittleren Westen der USA ihr Unwesen treibt. In Drone ist eine militärische Drohne zu sehen, die über Funksignale zur gezielten Tötung eingesetzt werden kann. Sie erscheint wie ein sich auf-lösender Geist, so als ob der Malgrund selbst keinen Sinn aus der Natur des Bildes schöpfen kann.
Während viele von Marcaccios Some USA Stories aktuelle oder historische Bezüge zur US-amerikanischen Geschichte und ihren Protagonisten herstellen, beschreiben einige Werke weniger ein historisches Ereignis als vielmehr bestimmte US-amerikanische Mentalitäten. So verweisen Paparazzi und Diva, Red Carpet auf den Mythos Hollywood und die heutige Celebrity-Kultur, wo Ruhm und Bedeutungslosigkeit, Illusion und Wirklichkeit dicht beieinander zu liegen. Wie alle Bilder in Marcaccios Zyklus sind sie als Kommentare zu aktuellen Themen der amerikanischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verstehen. Ähnlich wie die paintants sind auch die Some USA Stories ein Kaleidoskop der Bedeutung und die Fortsetzung von Marcaccios analytischer Auseinandersetzung mit der medialen Bilderflut unserer Zeit.

Fabian Marcaccio, geboren 1963 in Rosario de Santa Fe in Argentinien, lebt und arbeitet seit mehr als 20 Jahren in New York. In Deutschland wurde der Künstler durch Einzelausstellungen im Kölnischen Kunstverein, im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart und im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt bekannt. Auf der documenta 11 wurde 2002 seine Arbeit "Multiple/Site Paintants" ausgestellt. Anlässlich von Marcaccios Auszeichnung mit dem Bernhard-Heiliger-Preis für Skulptur 2011 richtete das Georg-Kolbe-Museum in Berlin die Ausstellung "The Structural Canvas Paintant" aus, die 2012 auch im Museum Lehmbruck in Duisburg zu sehen war. Gleichzeitig zeigte das Museum Haus Esters in Krefeld eine große Gruppe von Marcaccios "Some USA Stories". Seine Arbeiten sind in großen nationalen und internationalen Sammlungen, wie der Sammlung Goetz in München und der Daros Collection in Zürich vertreten.


Öffnungszeiten:
Di - Sa 12-18 Uhr



Internetadresse:  http://www.galeriethomasschulte.de



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